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Segeberg Energie-Projekt in Traventhal nimmt die nächste Hürde
Lokales Segeberg Energie-Projekt in Traventhal nimmt die nächste Hürde
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17:26 26.02.2019
Stefan Hobein (re.), Leiter der Projektentwicklung bei Lorica Energiesysteme, erläuterte das weitere Vorgehen zum Bau der Trave-Landwerke. Quelle: Petra Dreu
Traventhal

Das Projekt Trave-Landwerke geht in die nächste Runde: In der frühzeitigen Bürgerbeteiligung gab es zwar kritische Nachfragen, aber feindselig stehen die Traventhaler einer Energieversorgung über die Trave-Landwerke nicht entgegen. Rund 40 Einwohner informierten sich über die neuesten Planungsschritte.

Unter ihnen weilte Klein Gladebrügges Bürgermeister Volker Göttsche, dessen Gemeinde neben Traventhal und einem Teil des Bad Segeberger Gewerbegebietes ebenfalls mit Wärme und Strom aus Stroh, Solarthermie und Windkraft versorgt werden könnte. Ein paar kleinere Änderungen in der Planung hat es gegenüber der Präsentation in der Einwohnerversammlung im August gegeben.

Statt 185,50 Meter sollen die sieben vorgesehenen Wind-Anlagen nur noch maximal 180 Meter hoch werden. In den aktuellen Plänen sind fünf Sondergebiete vorgesehen. Zwei sind der Energienutzung durch Windkraftanlagen vorbehalten, die weiteren drei entfallen auf Solarthermie, Energienutzung und Energiespeicherung. Neu ist, dass die Sondergebiete Energieerzeugung, Solarthermie und Energiespeicherung nicht mehr östlich und westlich er Landesstraße 83 gebaut werden sollen, sondern ausschließlich östlich zwischen der Landesstraße 83 (Bad Segeberg-Klein Gladebrügge-Dreggers) und der Kreisstraße 11 (Klein Gladebrügge-Traventhal).

Einstimmig brachten die Gemeindevertreter mit dem Beschluss zur vorzeitigen Behördenbeteiligung den nächsten Verfahrensschritt auf den Weg. Weitere Gutachten werden folgen. Gotthard Storz, Geschäftsführer der Planungsgruppe „grün“, und Stefan Hobein, Projektleiter bei Lorica-Energiesysteme, gehen davon aus, dass die Bauleitplanung für ihr Projekt Trave-Landwerke Ende 2019 beendet werden könnte. Ungefähr zur gleichen Zeit soll der überarbeitete Regionalplanentwurf der Landesregierung zum dritten Mal ausgelegt werden.

Zwar war Traventhal wegen der Nähe zum bereits bestehenden Windpark Neuengörs-Weede und dem zu erwartenden zwischen Bebensee und Schwissel nicht mehr mit einer Windvorrangfläche in den Regionalplanentwurf aufgenommen worden, dennoch hofft die Gemeinde, die Trave-Landwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien umsetzten zu können. „Die Landesplanung führt nicht automatisch dazu, dass die Gemeinde keine eigenen Planungen auf ihrem Gebiet machen darf. Da muss man abwarten“, erläuterte der Landschaftsarchitekt Gotthard Storz.

Finanziell könnte Traventhal Gewerbesteuern gebrauchen, denn nach einem Fehlbetrag in Höhe von 127 000 Euro für das Jahr 2017 muss die Gemeinde auch für den Haushalt 2019 einen Fehlbetrag in Höhe von 35 000 Euro einplanen. „Noch drei Jahre, dann sind wir pleite“, orakelte Rainer Vogt, Vorsitzender des Planungs- und Maßnahmenausschusses.

Petra Dreu

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