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Segeberg Entscheidung um Oberstufe erneut vertagt
Lokales Segeberg Entscheidung um Oberstufe erneut vertagt
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20:10 14.10.2014
Frerk Fischer sorgt sich um den Bestand der Schule. * Quelle: spr
Itzstedt

Soll die „Schule im Alsterland“ in Nahe oder Sülfeld eine Oberstufe bekommen oder nicht? Hätte die Schule überhaupt eine Chance, dass ein solcher Antrag vom Kieler Kultusministerium genehmigt wird? An der ungewissen Situation hat sich nichts geändert — die Schulverbandsversammlung vertagte diesen Punkt bei ihrer öffentlichen Sitzung am Montag im Gebäude der Amtsverwaltung Itzstedt.

„Für den gesamten Bestand unserer Schule wäre eine Oberstufe langfristig wichtig“, erklärte Schulverbandsvorsteher Frerk Fischer gestern im Gespräch mit den LN. „Deshalb haben wir das Thema noch einmal vertagt, um weitere Daten zu sammeln, die wir der Expertise hinzufügen können.“

Aber natürlich sind sowohl Fischer als auch allen Mitgliedern des Schulverbandes die nahezu verheerenden Zahlen bekannt, die Sabine und Winfried Zylka von der Firma „Komma plus 20“ zusammengetragen haben: Zurzeit, so der amtierende Kreispräsident und frühere Kieler Kultusbeamte, gebe es zwar für die Gemeinschaftsschule Sülfeld-Nahe genügend Schüler, um eine Oberstufe einrichten zu können — diese Oberstufe hätte aber nicht lange Bestand. Denn bereits in drei Jahren komme man nicht mehr auf eine Mindest- Schülerzahl von 150 für die Oberstufe. So viel Schüler — jeweils 50 in den Jahrgängen 11, 12 und 13 — seien nötig, um mindestens zwei Abitur-Profile anbieten zu können.

Untersucht haben die Zylkas die mögliche Schülerzahl auch unter optimalen Bedingungen. Aber nicht einmal, wenn zahlreiche Eltern ihre Kinder nicht länger auf die Oberstufen in die benachbarten Orte Bad Oldesloe und Norderstedt schicken würden, sondern nach Nahe oder Sülfeld, würde dort die Schülerzahl in wenigen Jahren nicht mehr für eine Oberstufe ausreichen, lautet das Urteil der Experten.

Der wegen der demographischen Entwicklung eintretende Rückgang an Schülern könnte für die Schule im Alsterland auch noch andere, missliebige Konsequenzen haben: Im Sommer besuchten 669 Jungen und Mädchen die Gemeinschaftsschule. Diese Zahl könnte über kurz oder lang auf 400 sinken, was zumindest den Erhalt der beiden Standorte Sülfeld und Nahe gefährden würde. Für auswärts zu unterrichtende Oberstufenschüler müssten die Gemeinden Gastschulgeld zahlen.

Was dagegen die — im Bestand ungefährdeten — Betreuten Grundschulen in Nahe und Seth angeht, vollzog die Schulverbandsversammlung am Montag einen längst überfälligen Verwaltungsakt: Der Schulverband übernimmt die eine Schule von der Gemeinde Nahe und die andere von der Kindertagesstätte „Räuberhöhle Seth e.V.“. Dieser Schritt sei lange vorbereitet worden, sagt Fischer, und trete zum Jahresbeginn 2015 in Kraft. Längst würden beide Schulen in Gebäuden des Verbandes betrieben. ark

LN

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