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Segeberg Erfolgreiches Jahr für Segeberger DRK
Lokales Segeberg Erfolgreiches Jahr für Segeberger DRK
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21:47 17.11.2017
Zur DRK-Jahresversammlung begrüßte der Präsidiumsvorsitzende Siegfried Prante Delegierte aus 25 Ortsvereinen, Gäste und Hauptamtler . Quelle: Foto: Hiltrop
Kaltenkirchen/Bad Segeberg

„Dienstleistung und Engagement“ steht auf der großen Wand hinter dem Rednerpult, an dem Präsidiumsvorsitzender Siegfried Prante die 55 Delegierten aus den 25 Ortsvereinen im Kreis, Gäste und hauptamtliche Rotkreuzler begrüßt. Es gibt viel Positives aus dem hinter dem DRK-Kreisverband liegenden Geschäftsjahr zu berichten. Beherrschende Nachricht ist der gewonnene Prozess vor dem Verwaltungsgericht gegen den Kreis Segeberg in Sachen Rettungsdienst. Die Kündigung ist unwirksam (die LN berichteten). Der Rettungsdienst bleibt somit mindestens bis Ende 2019 in den Händen von DRK und, in Norderstedt, beim Verein Krankentransporte Behinderten- und Altenhilfe (KBA).

„Ich bin etwas ruhiger nach diesem Urteil und glaube, dass sich das noch zurechtzieht“, sieht Prante vorsichtig optimistisch in die Zukunft. „Es ist festzuhalten, dass der Kreis Segeberg in seinem Ansatz, den Rettungsdienst zu verstaatlichen, kein Stück weitergekommen ist. Es gibt keine Lösungen für die Übernahme des Personals, der Rettungswagen, der Rettungswachen oder sonstiger Betriebsmittel. Kurz und knapp: Der Kreis Segeberg hat überhaupt keine Lösung für den Rettungsdienst.“ Prante erwarte nun, dass der Kreis sich mit den vom DRK vorgeschlagenen Lösungsansätzen zur Beseitigung der formalen Probleme des Rettungsdienstes beschäftige und mit dem Roten Kreuz in den Dialog trete. Es sei fatal, wenn der Kreis an seiner Position festhalte, im Schnellschuss eine Kündigung auszusprechen. Damit erleide er erneut vor Gericht Schiffbruch.

Das sieht der Kreis nach wie vor ganz anders. Der Rettungsdienst (in 2016 gab es 17058 Notfalleinsätze) wird ein zentrales Thema auf der kommenden Kreistagssitzung am 7. Dezember sein. Ob sich dann erneut die Kündigung auf der Tagesordnung findet, steht jedoch noch nicht fest. Man wolle die Urteilsbegründung abwarten, hieß es gestern aus dem Kreishaus. Unbenommen davon führen Vertreter von Kreis und DRK Gespräche zur Erweiterung und Sanierung der Rettungswachen in Bad Segeberg und Kaltenkirchen.

Zum DRK-Kreisverband Segeberg gehören 726 aktive und 7515 Forumsmitglieder sowie knapp 1000 hauptamtliche Mitarbeiter in der Geschäftsstelle und acht gemeinnützigen Gesellschaften. Das Ehrenamt sei dabei eine wichtige Stütze für die Arbeit im Hauptamt. Während der Fortbestand der Rettungsdienst Segeberg gGmbH über 2019 hinaus unklar ist, verzeichnet die Kindertagesstätten Segeberg gGmbH eine hohe Nachfrage und sehr gute Auslastung, sagte Prante, der über Erweiterungen berichtet. Im Bereich der ambulanten Pflege sei die Nachfrage ebenfalls stark bei guten bis sehr guten Noten durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK).

 hil