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Segeberg Erster Dialog mit Abgeordneten
Lokales Segeberg Erster Dialog mit Abgeordneten
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21:12 05.12.2016
Das hatte nach Ansicht der Mitarbeiter bis gestern gefehlt: Kreistagsmitglieder und DRK-Beschäftigte im direkten Gespräch. Am Dienstag entscheidet der Segeberger Kreistag über den Rettungsdienstvertrag. Bisher sieht es so aus, als würde das DRK diese Aufgabe verlieren. FOTO: LOTHAR KULLACK
Bad Segeberg

„Wir fühlen uns bisher überhaupt nicht mitgenommen.“ Mit diesem Satz traf DRK- Rettungssanitäter Lars Schlegelmilch genau den Nerv seiner Kollegen aus Bad Segeberg und Kaltenkirchen: Erstmals trat man gestern Nachmittag in der Rettungswache Bad Segeberg in den direkten Dialog mit Kreistagsmitgliedern. Erschienen waren Vertreter fast aller Fraktionen.

Heute ab 18 Uhr gibt noch einmal der Hauptausschuss seine Einschätzung ab – dann entscheidet am Donnerstag der Kreistag über den Rettungsdienstvertrag (siehe Bericht oben).

Geht es nach den Rot-Kreuz-Mitarbeitern, so ist nicht allein die Frage, wie sich die Tarifzahlungen nach einer eventuellen Übernahme durch die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gestalten. „Wir haben darüber hinaus viel erstritten und einiges erreicht“, sagte etwa Rettungsdienstler Hartmut Stucke. „Für die meisten von uns wäre es nicht nur das Ablegen einer Flagge, wenn wir nicht mehr das DRK wären.“

Ein anderes Beispiel: Das junge Ehepaar Yasemin und Sebastian Freytag. Er seit zehn Jahren beim Roten Kreuz, sie seit vier Jahren. Beide sind aus Lübeck nach Bad Segeberg gezogen: „Nur hier war es uns durch die Arbeitszeit- und Schichtdienstmodelle überhaupt möglich, eine Familie zu gründen.“

Die Kommunalpolitiker hörten sich die Befürchtungen der Rot- Kreuz-Mitarbeiter an, warnten jedoch auch vor missliebigen Folgen, wenn man anderen Rechtsauffassungen folgen würde. So lasse der Landesrechnungshof dem Kreis gar keine andere Möglichkeit, als die bestehenden Verträge mit DRK und KBA zu kündigen, unterstrich Rosemarie Jahn (FDP). Heinz-Michael Kittler (Linke) erklärte mit Blick auf die dänische Falk-Gruppe: „Wenn wir auf der bisherigen Regelung beharren, riskieren wir, dass ein Fremder kommt.“ Auch das gelte es im Kreistag zu bedenken. ark

LN

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