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Segeberg Ex-Jugendleiter aus Kreis Segeberg wegen schweren Kindesmissbrauchs vor Gericht
Lokales Segeberg Ex-Jugendleiter aus Kreis Segeberg wegen schweren Kindesmissbrauchs vor Gericht
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10:52 12.08.2019
Ein ehemaliger Leiter einer Jugendeinrichtung in Cuxhaven muss sich von Dienstag an vor dem Kieler Landgericht verantworten. Quelle: Silas Stein/dpa
Kiel

Er sollte sich um das Wohlergehen der Kinder kümmern, sie beschützen und vor Bösem bewahren. Doch jetzt steht ein 46-Jähriger aus dem Kreis Segeberg vor Gericht. Der Mann soll in seiner Funktion als Leiter einer Jugendeinrichtung in Cuxhaven in mindestens 17 Fällen Kinder missbraucht haben. 13 davon wertet die Anklage als schwer, zwei zugleich als Vergewaltigung.

Den Angaben zufolge leitete der Angeklagte von mindestens 2012 bis Anfang 2018 eine Einrichtung der Cuxhavener Jugendfürsorge für Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen. Im Zuge von Strafanzeigen soll ihm im Februar 2018 die Leitung der Einrichtung entzogen und er suspendiert worden sein. Seither sitzt der Arbeits- und Sozialpädagoge in Untersuchungshaft. Er soll die ihm vorgeworfenen schweren sexuellen Verfehlungen bisher bestritten haben.

Wohnung des Angeklagten soll Haupttatort gewesen sein

Betroffen von den Übergriffen und der Ausnutzung des besonderen Vertrauens- und Schutzverhältnisses war der Anklage zufolge vor allem die Tochter der Lebensgefährtin des Mannes. Der 46-Jährige soll sich aber auch am Sohn der Frau sowie an einem Jungen aus der Einrichtung der Jugendfürsorge vergangen haben. Die Übergriffe auf die beiden Geschwister soll der Mann in Abwesenheit der Mutter begangen haben.

Haupttatort war nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Wohnung des Angeklagten in einem kleinen Ort im Kreis Segeberg. Als weitere Tatorte nennt die Anklage aber auch einen Wohnort von Familienangehörigen und die Jugendhilfeeinrichtung in Cuxhaven. An seinem Wohnort soll der Mann bis zu seiner Inhaftierung mit der Mutter der beiden Kinder gelebt haben. Sie soll 2015 mit den Kindern dorthin zugezogen sein, nachdem er in den beiden Jahren zuvor häufig bei ihr gewesen sein soll. Schon in ihrem damaligen Zuhause soll es ohne ihr Wissen erste Übergriffe auf die Tochter gegeben haben.

Die Jugendkammer des Landgerichts hat 13 Verhandlungstage vorgesehen. Das Urteil könnte Ende Oktober fallen.

Von dpa/RND

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