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Segeberg Falsche Polizisten erbeuten hohen Geldbetrag von Seniorin
Lokales Segeberg Falsche Polizisten erbeuten hohen Geldbetrag von Seniorin
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15:04 09.07.2019
Die echte Polizei warnt vor der falschen. Quelle: dpa
Norderstedt

Trotz immer neuer Warnungen vor dieser perfiden und verachtenswerten Masche, hatten Betrüger, die sich als Polizisten ausgaben, einmal mehr Erfolg. In Norderstedt konnten sie am Montag von einer 78-jährigen Frau eine nach Polizeiangaben „höhere Summe“ Bargeld erbeuten. Wie hoch der Betrag war, teilte die Polizeidirektion Bad Segeberg auch auf LN-Nachfrage aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht mit.

Falsche Beamten wollten das Geld „sichern“

Polizeisprecherin Sandra Mühlberger zufolge hätten die Täter ihre altbekannte Taktik angewandt: Sie riefen die Rentnerin am Mittag an, gaben sich als Polizeibeamte aus und machten ihr weis, dass sie einen Mann festgenommen hätten, der die Frau angeblich ausspioniert hätte um ihr das Geld zu rauben. Damit sie nichts weiter zu befürchten habe, so redeten die Betrüger der Frau ein, solle sie ihr Geld der „Polizei“ übergeben, damit es „gesichert“ werden könne. Ein angeblicher Polizist sei dann kurz darauf an der Haustür der Seniorin erschienen und habe das Geld an sich genommen, so Mühlberger. Erst als das Geld dann nicht wie vereinbart zurückgebracht wurde, habe die Rentnerin bemerkt, dass etwas wohl nicht mit rechten Dingen zugegangen war

Die Polizei bittet nun möglich Zeugen, sich zu melden. Insbesondere geht es um verdächtige Personen oder Fahrzeuge, die womöglich zwischen 15:30 Uhr und 17:30 Uhr im Bereich der Straßen Schillerstraße, Gottfried-Keller-Straße, Scharpenmoor, Sandweg, Am Sood sowie der Ohechaussee beobachtet worden sind. Die Kriminalpolizei Norderstedt ist erreichbar unter der Rufnummer 040/528 06 0.

Bei geringstem Zweifel: „110“ wählen

Die Polizei warnt noch einmal ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche. Echte Polizisten würden niemals und aus keinerlei Gründen Bürger darum bitten, ihnen Geld oder Wertsachen zu überlassen. Eine vermeintlich echte Polizeinummer auf dem Telefondisplay sagt zudem nichts darüber aus, wo der Anruf tatsächlich herkommt. Die Täter setzten technische Methoden ein, um beliebige Telefonnummern wie die „110“ oder andere amtlich scheinende Nummern auf den Telefonen ihrer Opfer erscheinen zu lassen. Angerufene sollten sich zudem nicht unter Druck setzen lassen und auch beim geringsten Zweifel den Polizei-Notruf „110“ anrufen.

Oliver Vogt

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