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Segeberg Familie mit zwei Kindern bei Wohnhausbrand in Wahlstedt verletzt
Lokales Segeberg Familie mit zwei Kindern bei Wohnhausbrand in Wahlstedt verletzt
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14:00 14.05.2019
Die Feuerwehr musste einen Brand in einem Kinderzimmer löschen. Quelle: Feuerwehr Wahlstedt
Wahlstedt

Dramatische Minuten in der Nacht zu Dienstag in Wahlstedt. Mit der Nachricht „Feuer groß“ in einem Wohnhaus piepten die Alarmmelder um 1.30 Uhr am frühen Morgen sämtliche Kräfte der Wahlstedter Feuerwehr wach, die wenig später mit allem, was Beine und Räder hat, in der Skandinavienstraße anrückten. Als die ersten Feuerwehrleute vor Ort eintrafen, drang dichter, schwarzer Rauch aus einem Fenster im Obergeschoss des Reihenmittelhauses.

Familie erlitt Rauchvergiftungen

Die vier Bewohner, ein Ehepaar mit zwei elf und 13 Jahre alten Kindern, hatten das Gebäude zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. „Trotzdem haben alle von ihnen eine Rauchgasvergiftung erlitten“, sagt Patrick Juschka, Sprecher der Feuerwehr in Wahlstedt, der selbst an dem Einsatz beteiligt war. „Der elfjährige Junge allem Anschein nach am schwersten.“ Alle vier wurden daraufhin mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

„Ein Trupp ist unter vollem Atemschutz in das Gebäude eingedrungen und hat zunächst sämtlich Räume durchsucht, damit wir uns vergewissern konnten, dass sich tatsächlich niemand mehr dort aufhält“, schildert Juschka den Einsatzablauf. Außerdem seien die beiden benachbarten Gebäude vorsorglich evakuiert worden. Da die Reihenhäuser mit Brandschutzwänden gesichert sind, habe für die Nachbarn allerdings keine unmittelbare Gefahr bestanden. „Während des Einsatzes haben wir sie in unseren Fahrzeugen untergebracht“, sagt der Feuerwehrsprecher. Danach hätten sie wieder in ihre Häuser zurückkehren können.

Familienvater wurde rechtzeitig wach

Zuvor müssen sich im Haus dramatische Momente abgespielt haben. Der 47-Jährige Vater war mitten in der Nacht aufgewacht und hatte Rauch gerochen, berichtet Polizeisprecherin Silke Westphal. Er habe dann gesehen, dass es in dem Zimmer seines elf Jahre alten Sohnes brannte. „Das Kind hatte den Raum aber bereits verlassen und lief im Flur herum“, sagt Westphal. Sofort habe er dann seine Frau und die 13 Jahre alte Tochter geweckt, zusammen mit ihnen das Haus verlassen und mit seinem Handy den Notruf gewählt.

Aus welchem Grund der Vater wach geworden ist, konnten weder die Feuerwehr noch die Polizei beantworten. Ob es einen Rauchmelder in dem Haus gab, ist nicht bekannt. Die Polizei spricht auf LN-Anfrage lediglich von einem nicht näher definierten „Bewegungsmelder“ in dem Haus, der womöglich Schlimmeres verhindert habe.

„Das Feuer beschränkte sich ausschließlich auf das Kinderzimmer, das komplett zerstört wurde“, so Feuerwehrsprecher Juschka. Wegen der starken Rauchentwicklung sei das gesamte Haus jedoch vollständig verrußt worden, ist auch wegen der Schäden durch das Löschwasser vorerst unbewohnbar.

Möglicherweise technische Ursache

Nach einer guten halben Stunde hatten die 40 Einsatzkräfte der Wahlstedter Feuerwehr den Brand gelöscht. Juschka hatten zwischenzeitlich die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg ihre Hilfe angeboten, die wegen eines parallel laufenden Einsatzes – in der Hamburger Straße in Bad Segeberg brannte ein PKW – ohnehin auf den Beinen waren. „Sie konnten auf der Anfahrt aber wieder umdrehen, weil die Hilfe dann nicht mehr erforderlich war.“

Die Kriminalpolizei hat jetzt die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Erste Erkenntnisse deuten nach Angaben von Silke Westphal zwar auf einen technischen Defekt als Auslöser des Brandes. Ob sich das bestätigt, müssten aber nun die weiteren Untersuchungen ergeben. Auch die Höhe des entstandenen Schadens ist bisher unklar.

Oliver Vogt

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