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Segeberg Wahlstedt feierte international
Lokales Segeberg Wahlstedt feierte international
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12:15 11.06.2019
Das Publikum jubelte: der kreative Kindertanz unter der Leitung von Nicole Gießler mit „Rolli, dem Seefahrer“. Quelle: Petra Dreu
Wahlstedt

Wir leben miteinander, wir arbeiten miteinander, wir feiern miteinander: Das Motto, das der Lions-Club Wahlstedt Mitte der 1990er Jahre für das „Fest der Nationen“ ausgewählt hatte, ist immer noch uneingeschränkt gültig. Am Sonnabend fand das mittlerweile 24. Fest statt, für das die Lions abermals auf ein internationales Programm gesetzt hatten und die Einwohner Wahlstedts begeisterte.

Wahlstedt zeigte sich offen für alle Nationalitäten.

Hält das Wetter? Oder hält es nicht: Immer wieder richteten die Mitglieder des Wahlstedter Lions-Clubs nach dem Festumzug ihren Blick gen Himmel. Bis auf ein paar Regentropfen aber blieb das Fest von Unwettern verschont. Das freute vor allem Bürgervorsteher Horst Kornelius, der die Besucher seit einer halben Ewigkeit durch das Bühnenprogramm führte, das mit Folklore aus Portugal und Bolivien, Musik und Gesang aus Ungarn, Sirtaki und mehr des griechischen Zentrums und finnischem Tango der Gruppe „Uusikuu“ für internationales Flair sorgte.

Vertraute Klänge gab es dagegen vom Shantychor Neuengörs und auch die Tanzgruppen des SV Wahlstedt ließen die Herzen der Eltern und Großeltern höherschlagen. Am Abend nahm die Multi-Vocal-Band „Soateba“ aus Kaltenkirchen das Heft des Handelns in die Hand, das sie nur kurz für das Feuerwerk abgab.

Mit der „Rauschbrille“ in andere Promille-Sphären

Während auf dem Marktplatz Schausteller für Spiele, Getränke und Speisen sorgten, verwöhnten Geschäftsleute und Vereine die Gäste in der Passage mit selbst gemachten Kuchen, Torten und mediterraner Küche. Am Ende der Passage präsentierten sich Organisationen wie der Kinderschutzbund und die Verkehrswacht, die nicht nur Seh- und Reaktionstests anbot, sondern die Besucher mit einer „Rauschbrille“ in verschiedene Promille-Pegel mitnahm.

66 Nationen leben in Wahlstedt

Während laut dem Lions-Club Wahlstedt in den 1990er Jahren 72 Nationen in Wahlstedt lebten, von denen Portugiesen die größte Gruppe bildeten, sind es heute nur noch 66 Nationen. Von ihnen stammt die größte Gruppe aus Polen, die damit die Portugiesen auf den zweiten Platz verwiesen hat. Von den knapp 10 000 Einwohnern sind rund 890 Personen aus anderen Ländern nach Wahlstedt gezogen.

Die jungen Breakdancer von „Art2Spinn“ zeigten vor Rossmann, was sie bereits drauf haben. Gleich nebenan informierten die Amateurfunker über sich und ihr Hobby. Spiele satt gab es auf dem Parkplatz am Ende der Passage von der Helen-Keller-Schule. Auf dem Parkplatz am Kleinen Theater thronte der bei Kindern begehrte Kletterberg, den die „Wankendorfer“ neben Kinderschminken geordert hatte. „Wir haben in Wahlstedt 1100 Wohnungen und haben uns auf die Fahne geschrieben, für unsere Kunden von morgen etwas zu tun“, sagte Birgit Steffen, die seit vielen Jahren das Wahlstedter Büro der Wohnungsbaugesellschaft leitet.

Fest der Nationen: ein Imagegewinn für Wahlstedt

Auch wenn der Initiator des Festes inzwischen 81 Jahre alt ist, die Teilnahme an den Feierlichkeiten ließ sich Lions-Bruder Wolfgang Storch auch am Sonnabend nicht nehmen. Das Fest ist ein Imagegewinn für Wahlstedt. Hier hat es noch nie Auseinandersetzungen gegeben“, erzählte er voller Stolz. Außerhalb des Festes sei das jedoch nicht immer der Fall gewesen. Storch: „In den Anfängen haben sich Portugiesen und Spanier nicht besonders gut verstanden. Das Fest der Nationen aber hat das geändert und beide Gruppen zusammengeschweißt.“

Petra Dreu

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