Feuerwehren bereiten sich auf Waldbrand im Segeberger Forst vor
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Segeberg Was passiert, wenn der Segeberger Forst brennt?
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13:23 04.07.2019
Das war noch glimpflich ausgegangen: In der Barker Heide brannten am 6. Juni 2018 etwa 1000 Quadratmeter Waldfläche. Quelle: Oliver Vogt
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Bad Segeberg

Mit dem Segeberger Forst liegt das mit 4000 Hektar zweitgrößte Waldgebiet Schleswig-Holsteins direkt vor unserer Haustür. Ein Szenario wie derzeit im mecklenburgischen Lübtheen, wo der Wald auf 1200 Hektar brennt, ist während der heißen Sommermonate auch hier jederzeit denkbar. Das ist den Feuerwehren im Kreis Segeberg natürlich mehr als bewusst – entsprechend intensiv sind sie auf einen solchen Einsatz vorbereitet, sagt Sönke Möller, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Segeberg.

Konzept sieht genaue Einsatzpläne vor

„Sollte dieser Fall eintreten, ist genau geplant, welche Räder sich in Bewegung setzen müssen“, sagt Möller. Dafür gebe es beim Kreis ein Waldbrandkonzept, in dem die notwendigen Schritte und Maßnahmen aufgezeichnet sind. An vorderster Front betroffen, wären natürlich zunächst die Wehren, die am oder im Segeberger Forst liegen, zum Beispiel Wahlstedt, Bockhorn, Bark, Todesfelde und Wittenborn, deren Wehrführer im Fall der Fälle auch die Experten bei der Brandbekämpfung wären. „Die kennen ihren Wald schließlich genau“, sagt Möller. Die Dienst- und Urlaubspläne seien auch so aufeinander abgestimmt, dass mindestens einer von ihnen immer verfügbar ist.

250 Feuerwehrleute von 22 Wehren waren im Juli 2017 an einer großen Waldbrandübung im Segeberger Forst beteiligt. Unter anderem stellten sie ein Wasserreservoir auf. Quelle: Heike Hiltrop

Eine Wehr wäre aber niemals auf sich allein gestellt. Selbst bei einem sogenannten „Feuer mittel“ wären nach den Plänen schon 400 Kräfte im Einsatz. Als Treff- und Sammelpunkt für die Löschkräfte ist die Aral-Tankstelle an der B 206 in Bockhorn vorgesehen. Gedacht ist auch an die Überwachung des Feuers aus der Luft. Einige Feuerwehrleute sind speziell dafür geschult, sich in einem Flugzeug ein Überblick über die Lage zu verschaffen, um so ihre Kollegen am Boden mit notwendigen Informationen über das Brandgeschehen zu versorgen.

Segeberger Forst verfügt über Brunnen und Zisternen

Die Segeberger Wehren sind nach Angaben von Möller aus eigener Kraft imstande, mit so einem Feuer fertig zu werden. Sollte es – so wie in Lübtheen – außer Kontrolle geraten, könnten auch Kräfte aus anderen Kreisen oder Bundesländern angefordert wären. Hierzu wäre aber erst die Ausrufung des Katastrophenfalls und dann entsprechende Hilfsgesuche des Landrats erforderlich.

Der Segeberger Forst bietet den Feuerwehren aber einen besonderen Luxus, über den viele andere Waldgebiete in Deutschland nicht in dem Umfang verfügen. Sönke Möller: „An strategischen Orten verteilt befinden sich im Wald Brunnen und Zisternen, die wir anzapfen können.“ Dieses Netzwerk werde auch noch immer weiter ausgebaut. Wasser müsste also in vielen Gebieten nicht erst über große Entfernungen herbeigeschafft werden, sondern stehe auch direkt im Wald zur Verfügung. Darüber hinaus existiert eine länderübergreifende Spezialeinheit des Technischen Hilfswerks (THW), die Versorgungsbrücken für Löschwasser aufbauen und dadurch die Feuerwehren entlasten kann.

Große Übung im Jahr 2017

Die Bekämpfung eines Waldbrandes wird auch regelmäßig geübt, zuletzt im Juli 2017 zwischen Bockhorn und Hartenholm mit 250 Kräften von 22 Segeberger Feuerwehren. Bei der Übung damals fiel ein wichtiges Problem auf: Wegen Funklöchern in dem großflächigen Waldgebiet funktionierte die Kommunikation zwischen den Einheiten nur eingeschränkt. Diese Erkenntnis ist aber in den neuen Einsatzplan eingeflossen. Bei Verbindungsproblemen stehen auch Kradmelder bereit, die Botschaften und Einsatzbefehle übermitteln könnten, erklärt der Feuerwehrsprecher.

Oliver Vogt

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