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Segeberg Ab 2020 werden Gebühren bei Ausstellungen fällig
Lokales Segeberg Ab 2020 werden Gebühren bei Ausstellungen fällig
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10:07 20.02.2019
Torsten Bohlmann, neuer Vorsitzender im Flathbeirat, bemüht sich um Zusammenarbeit mit dem Förderkreis.
Torsten Bohlmann, neuer Vorsitzender im Flathbeirat, bemüht sich um Zusammenarbeit mit dem Förderkreis. Quelle: Glombik
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Bad Segeberg

Es brechen neue Zeiten bei der Flath-Stiftung an. Auf der einen Seite sollen Aussteller ab dem Jahr 2020 künftig bei der Präsentation von Bildern und Kunstwerken auf dem Flath-Anwesen auch mit einem Obolus zur Kasse gebeten werden, der wenigsten die Kosten der Gebäudeunterhaltung deckt. Auf der anderen Seite möchte Flath-Beirats-Vorsitzender Torsten Bohlmann (Freie Wählergemeinschaft BBS) „mehr Leben in die Bude bringen“, sprich neue und attraktive Veranstaltungen in Villa und Kunsthalle Flath holen.

Für derartige Ideen ist der lang andauernde Streit zwischen Förderkreis Flath und Stiftung eher kontraproduktiv. Der neue Vorsitzende Bohlmann strebt nun eine intensive Zusammenarbeit zwischen Stiftung und Förderkreis an. „Wir wollen jetzt nicht mehr behindern, dass sich auch der Förderkreis um Otto Flath und sein Erbe bemüht“, verkündete Bohlmann nach der jüngsten Sitzung des Beirats gegenüber den Lübecker Nachrichten. Die Sitzungen des Beirates sind neuerdings übrigens wieder öffentlich zugänglich.

Geplant seien Musikveranstaltungen bei Otto Flath, ein Sommerfest und die Teilnahme an den Segeberger Kulturtagen. Auch hier könne der Förderkreis federführend die Organisation übernehmen. Für auswärtige Gäste der Stadt sollen wieder Otto Flath und sein Werk beworben werden. „Die Ausschilderung zur Villa Flath solle überprüft und optimiert werden“, betonte Bohlmann. So könnte man auch den Touristen auf der Seepromenade einen Weg mit Angabe der Öffnungszeiten zur Kunsthalle Flath weisen.

Bohlmann: „Wir haben einiges zu tun.“ Seit Beginn des Jahres habe die Stiftung wieder Organisation und Pflege des Flath-Anwesens übernommen. Hausmeistertätigkeiten müssen organisiert werden, auch Einnahmen für die Stiftung seien künftig zu erschließen. Ab 2020 sei deshalb angedacht, für die Nutzung der Räumlichkeiten bei Ausstellern wie zum Beispiel auch dem Kunstverein Nutzungsgebühren zu verlangen. Bohlmann spricht von zwölf Euro am Tag, das sei gerade die Summe, die für die Unterhaltungskosten notwendig seien. Auch werde hin und wieder das Werk aus einer Ausstellung verkauft. Warum solle deshalb hier nicht ein kleiner Beitrag verlangt werden? Bohlmann: „Wir müssen Einnahmen bekommen, um weiter den Stiftungszweck erfüllen zu können. Wir sind jetzt auf einem guten Weg.“

Wolfgang Glombik