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Segeberg Flüchtlinge in Boostedt: SPD fordert klare Antworten
Lokales Segeberg Flüchtlinge in Boostedt: SPD fordert klare Antworten
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21:10 07.10.2014
Manfred Stankat, SPD-Fraktionsvorsitzender Boostedt.
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Boostedt

Einen Tag vor der Einwohnerversammlung heute Abend zum Thema Flüchtlinge in der Rantzau-Kaserne, meldet sich die Boostedter SPD zu Wort. „Von der Landesregierung erwarten wir jetzt klare Antworten auf die Fragen und Sorgen der Boostedterinnen und Boostedter“, schreiben Fraktionsvorsitzender Manfred Stankat und sein Stellvertreter Bernd Schauer.

„Für uns ist es ein Gebot der Menschlichkeit und Solidarität Menschen aufzunehmen, die wegen Krieg und Verfolgung ihre Heimat verloren haben.“ Auch sei es sinnvoller, Flüchtlinge in Boostedt in leer stehenden Kasernengebäuden unterzubringen als anderenorts in Zelten. Jedoch sorgten sich die Boostedter um die hohe Zahl von bis zu 500 möglichen Flüchtlingen. „Wir halten diese Zahl für einen relativ kleinen Ort wie Boostedt für zu hoch. Um die Akzeptanz der Bevölkerung zu erhöhen, wäre es ein gutes Signal, die Platzzahl zu reduzieren“, so Stankat. Dies habe man auch der SPD-Landtagsabgeordneten Kirsten-Eickhoff-Weber mit auf den Weg nach Kiel gegeben.

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Wie berichtet, hat die Gemeindevertretung in einer Stellungnahme geschlossen gefordert, die Anzahl der aufzunehmenden Flüchtlinge in Boostedt auf maximal 250 zu begrenzen. Ob dies nun vom Land berücksichtigt wird, dazu erwarten die Vertreter heute Abend ab 20 Uhr im Hof Lübbe eine verbindliche Antwort von der neuen Staatssekretärin; auch zu anderen ungeklärten Fragen etwa zur Betreuungsqualität in der Unterkunft und der Unterstützung der Gemeinde durch das Land im Hinblick auf die Folgenutzung des übrigen Kasernengeländes.

Die vom Land angekündigte Nutzungsdauer von fünf Jahren soll zudem vertraglich festgeschrieben werden, betont Stankat. Trotz aller berechtigten Sorgen, appelliert er an die Boostedter Bürger aber auch, sich nicht nervös machen zu lassen: „Die Flüchtlingsunterkunft in der Rantzau-Kaserne stellt für uns eine Herausforderung dar. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese Herausforderung gemeinsam meistern und verfolgten Menschen einen sicheren Aufenthaltsort bieten werden.“

LN