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Segeberg Geben und Nehmen im „Tauschhaus“
Lokales Segeberg Geben und Nehmen im „Tauschhaus“
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22:29 05.12.2013
Mandy Westphal (WZV, v.l.) und Lydia Puttkamer (MMF) haben gespendete Bücher, Spiele und CDs einsortiert. Quelle: hfr
Bad Segeberg

Das Bücherregal und die Kinderzimmer quellen über? Aussortieren ist dringend nötig, doch für den Müll sind die Dinge zu schade? Die Lösung ist das „Tauschhaus“ des Wege-Zweckverbandes (WZV) und des Martin-Meiners-Fördervereins für Jugend- und Umweltprojekte in der Hamburger Straße in Bad Segeberg. Jeder kann hier Überflüssiges abgeben oder Brauchbares mitnehmen. Das orange gestrichene „Bullerbü“-Haus öffnet seine Türen bis zum 5. Januar während der Geschäftszeiten. Die Regale bieten Platz für gebrauchte Bücher, Gesellschaftsspiele, vollständige Puzzle und Musik-CDs. Das Haus lebt vom Nehmen und Geben — eine Idee zum Mitmachen. Ein „Gästebuch“ lädt ein, Ideen und Anregungen aufzuschreiben oder einfach „Danke“ zu sagen. Ein Briefmarken-Briefkasten an der Seitenwand nimmt gebrauchte Briefmarken für Bethel entgegen.

Doch warum gibt es das Tauschhaus? „Auf die Idee bin ich bei einem Seminar gekommen, als wir dort über nachhaltigen Konsum gesprochen haben. Das Konzept hat mich sofort begeistert“, berichtet Lydia Puttkamer, die beim Martin-Meiners-Förderverein ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert. „Für mich war klar, das wird mein Projekt!“

Während des FÖJ haben alle Freiwilligen ihr individuelles Projekt mit dem Ziel, einen persönlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten. Die Idee, gebrauchte Dinge in einem öffentlich zugänglichen Raum zu tauschen, schont Ressourcen, stärkt die Nachbarschaft und schafft ein neues Bewusstsein jenseits von Konsum und Besitz. „Wenn sich das Konzept bewährt, überlegen wir, ob das Tauschhaus nicht dauerhaft betrieben wird“, so die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit beim WZV, Bettina Kramer.

LN

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