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Segeberg Geflügelzüchter wollen „Kleine Arche Wahlstedt“ schaffen
Lokales Segeberg Geflügelzüchter wollen „Kleine Arche Wahlstedt“ schaffen
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18:00 13.02.2020
Noch wird kräftig an der Anlage gearbeitet, aber bald soll sie wieder auf Vordermann gebracht, Spaziergänger erfreuen. Quelle: Heike Hiltrop
Wahlstedt

Kindern und Jugendlichen die Natur und den Umgang mit Tieren näher bringen, das ist ein zentraler Punkt im neuen Plan des Wahlstedter Rassegeflügelzuchtvereins (RGZV) von 1958. Außerdem sollen Bürger Gelegenheit bekommen, die mit viel Engagement und etlichen Arbeitsstunden wieder hergerichtete Anlage besuchen zu können. „Um sich an den Tieren zu erfreuen“, sagt Hans Uwe Schwarz aus dem Vorstand. Neue Impulse sollen das Areal wiederbeleben, denn gut 60 Jahre nach Vereinsgründung sah es noch vor einem Jahr gar nicht mehr gut aus für die Geflügelzüchter.

Umweltpädagogik zwischen Ställen und Tieren

Zum Teil ist die Reanimation schon Ende 2019 mit Kita-Kooperationen geglückt. Die im vergangenen September mit 18 Jungen und Mädchen gestartete Umweltpädagogik zwischen Ställen und bummelig 120 Tieren kommt gut an. Im nächsten Schritt wird derzeit eine Hütte flott gemacht. Hier sollen Kinder selber Hühner aufziehen und halten können.

Stiftung „Unser Wahlstedt“ unterstützt die Pläne

„Und drumherum ist ein kleiner Gemüse- und Kräutergarten geplant“, erzählt Kassenwartin Bärbel Schwarz, die sich darüber freut, dass auch die Stiftung „Unser Wahlstedt“ das Vorhaben mit ein paar Hundert Euro unterstützt. „Für so ein nachhaltiges Projekt zahlt sich jeder Cent aus“, sind sich Marlies Ihrens und Bürgermeister Matthias Bonse (CDU) aus dem Stiftungsvorstand sicher. „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, schon den Jüngsten die Zusammenhänge näher zu bringen.“

Auf der Wiese am neu eingezäunten Teich und an den Volieren mit Perlhühnern und Pfauen latschen zwei Cröllwitzer Puten herum und lassen es sich gutgehen. „Die haben zu wenig Fleisch für die Lebensmittelindustrie, brauchen ein ganzes Jahr, bis sie zwölf Kilo auf die Waage bringen.“ Hans-Uwe Schwarz schaut ihnen hinterher. Neben Hühnern, Tauben und anderem Federvieh gibt es Kaninche, Ziegen und alte Schafrassen. Fränkische Landgänse schnattern lauthals. Schwarz: „Die will auch keiner mehr, weil sie zu langsam wachsen.“ So hat das einst auf vielen Höfen lebende, nicht „genormte“ Geflügel hier ein neues Zuhause gefunden. Und das passt bestens in das neue Konzept, denn die Anlage soll zukünftig die „Kleine Arche Wahlstedt“ werden.

Federvieh und alte Nutztierrassen

 

Auf einem Schild am Eingang ist es so schon zu lesen. Im August wollen die Vereinsmitglieder den Beschluss dazu fassen. „Der Plan ist es, die Anlage jedem zugänglich zu machen. Aber der Verein bleibt im Hintergrund bestehen. Jedem Mitglied steht es frei, ob es züchten oder auch ausstellen will“, sagt Hans-Uwe Schwarz, der selbst kein Freund von Ausstellungen ist. „Mir gefällt nicht, dass die Tiere dabei über Tage in engen Käfigen sitzen müssen.“

Tag der offenen Tür

Der Rassegeflügel-Zuchtverein (RGZV) Wahlstedt und Umgebung hat derzeit 25 Mitglieder, davon zwölf Aktive. Geöffnet ist die Anlage immer dann, wenn jemand aus dem Verein vor Ort ist. Als nächster größerer Termin steht der Tag der offenen Tür an. Er ist für Sonntag, 17. Mai, geplant. Dann ist jeder zwischen zehn und 16 Uhr auf der Anlage am Gartenweg 4 in Wahlstedt willkommen.

Das ist auf dem Gelände anders. Hier stehen bunte Hütten mit angeschlossenen Freiläufen. Und geht die Rechnung des Vereins auf, dann könne das 1998 mit großem Brimborium und 95 Vereinsmitgliedern als Gemeinschaftszuchtanlage eingeweihte Areal nicht nur erhalten, sondern womöglich sogar vergrößert werden.

Von Heike Hiltrop

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