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Segeberg Geheimes Votum über Personalie im Amt Itzstedt
Lokales Segeberg Geheimes Votum über Personalie im Amt Itzstedt
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16:00 20.09.2019
Amt Itzstedt, der neue Chefverwalter Oberamtsrat Andreas Bigott. Quelle: LN
Itzstedt

Politiker wollen es möglichst lautlos über die Bühne bringen: Über die nicht-öffentliche Sitzung des Amtsausschusses, in der es am Donnerstag um die Zukunft des Itzstedter Amtsleiters ging, soll nichts bekannt werden. Nach LN-Informationen haben sich die Mitglieder des 23 Personen starken Ausschusses darauf verständigt.

Verstoßen die Politiker gegen ihre Auskunftspflicht? Es ist üblich, Ergebnisse einer nicht-öffentlichen Sitzung im Anschluss der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Mit Personalangelegenheiten ist zwar vertraulich umzugehen. Andererseits ist der Chef der Verwaltung zuständig für rund 12 000 Bürger. Ein gesteigertes Interesse ist für die Einwohner durchaus gegeben – schließlich müssten alle sieben Gemeinden eine Absetzung des Beamten jahrelang finanziell stemmen. Zudem sind die Verwaltungsmitarbeiter offenbar bereits über seine Freistellung in Kenntnis gesetzt worden.

Eine Reihe von Vorwürfen

Nach LN-Informationen soll eine Reihe von Vorwürfen im Zentralausschuss in der vergangenen Woche auf den Tisch gekommen sein. Bigott soll dabei nicht anwesend gewesen sein, konnte sich dazu nicht zu äußern. Er ist im Urlaub.

Jetzt im Amtsausschuss kam die Personalie erneut auf den Tisch: „Es hat ein Votum, die Bestärkung in einer Sache gegeben, die wir im Zentralausschuss besprochen hatten“, sagt der CDU-Vorsteher des Amtes Itzstedt, Bernhard Dwenger, auf Nachfrage. Es habe jedoch „keine hundertprozentige Abstimmung“ gegeben. Ein weiterer Termin sei nicht festgelegt worden. Die Öffentlichkeit solle „zu gegebener Zeit“ informiert werden. Sprich, nicht im laufenden Verfahren.

Dass Bigott keine Chance gehabt haben soll, sich zu den Vorwürfen zu äußern, dementiert Bernhard Dwenger: „Vor seinem Urlaub sollte es ein Gespräch geben, dem er sich entzogen hat. Dass er von nichts weiß, entspricht also nicht ganz der Wahrheit.“

Offenbar Bürgermeister gegen sich aufgebracht

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die Itzstedter ihren Verwaltungschef Andreas Bigott offenbar loswerden wollen. „Wegen Ungereimtheiten“, hieß es. LN-Recherchen zufolge hatte Bigott jedoch die Bürgermeister Holger Fischer (WDN) und Helmut Thran (SPD) durch rechtliche Hinweise im Bezug auf die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs gegen sich aufgebracht – unter anderem. Warum alle anderen Bürgermeister mitziehen, scheinbar auch alle Ausschussmitglieder, bleibt bisher offen. Die Vorwürfe müssen offenbar schwer wiegen. Bigott hat den Job erst seit eineinhalb Jahren.

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Von Irene Burow

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