Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Gemeinde Itzstedt gibt Abwasserbeseitigung ab
Lokales Segeberg Gemeinde Itzstedt gibt Abwasserbeseitigung ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:22 08.10.2014
„Wir gehen davon aus, dass unter der HSE die Betriebs- kosten gesenkt werden.“ Peter Reese, Bürgermeister von Itzstedt
Itzstedt

Die Itzstedter übertragen der Hamburger Stadtentwässerung (HSE) die komplette Entsorgung ihres Abwassers. Die Gemeindevertretung hat am Dienstag einstimmig einem öffentlich-rechtlichen Vertrag mit der HSE zugestimmt. Dort ist festgehalten, dass die Hamburger ab 1. Januar 2015 komplett die Sammlung, den Abtransport und die Klärung des Abwassers übernehmen.

„Damit ist die Gemeinde aus der Verantwortung, sollte es mal zu einer Havarie mit Schmutzwasser kommen“, sagte Bürgermeister Peter Reese den LN. Er ist aber nicht nur deshalb erleichtert — er freut sich, dass auch anstehende Sanierungskosten am Abwasserleitungsnetz, für das die Itzstedter jetzt noch verantwortlich sind, künftig von der HSE übernommen werden. Der Vertrag sieht zunächst eine Laufzeit bis 2027 vor.

Nahe, Kayhude und Itzstedt hatten 2007 die Abwasserbehandlung in die Hände der HSE gelegt. Gepumpt wird es seitdem zu einer HSE-Kläranlage in Hamburg. Nachdem die Gemeinde Nahe die Abwassersammlung bereits an den WZV übergeben hatte, haben dagegen nun Itzstedt und Kayhude die HSE als Partner dafür gewählt. Derzeit sind die Leitungsrohre in diesen beiden Kommunen im öffentlichen Besitz — sie gehören streng genommen den Gebührenzahlern, wie Reese sagte. Das wird ab kommendem Jahr anders. Zunächst befristet bis 2027 übernimmt die HSE nun auch die Abwasserleitungen. Damit sind die Itzstedter und die Kayhuder alle Sorgen los, sollte es mal zu einem Umweltzwischenfall kommen. Der wäre dann eine Angelegenheit der HSE.

Allerdings übernimmt diese so ein Risiko und vor allem die notwendigen Sanierungen an den Leitungen nicht „für notting“. Vielmehr holt sie sich die Kosten über höhere Gebühren wieder ‘rein. Um wie viel die steigen werden, wisse man noch nicht, sagte Reese. Er rechnet zwar mit Gebührenerhöhungen, „weil wir einen hohen Investitionsbedarf haben“. Allein für Itzstedt seien das 500000 Euro und für Kayhude 300000. Dennoch sieht er auch für die Bürger Vorteile: „Wir gehen davon aus, dass unter der HSE die Betriebskosten gesenkt werden. Und dass die Anlagen für die Bürger kostengünstig saniert werden können.“ Das schaffe die HSE mit ihrem Know how eher als die beiden Kommunen. Daher hat man sich entschlossen, ohne Ausschreibung mit der HSE einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zu schließen. Das Landeswassergesetz erlaube dies. Reese: „Ab 1.1.2015 ist die HSE für alles voll verantwortlich.“ Die stelle jetzt einen Wirtschaftplan auf, dem die Gemeinde zustimmen müsse.

Auch Gebührenerhöhungen müssten von der Kommune abgenickt werden. Die werden die rund 800 Itzstedter Haushalte demnächst sicher zu spüren bekommen. Allerdings geht Reese davon aus, dass die Störanfälligkeit und auch die Höhe der Betriebskosten in den nächsten Jahren rückläufig sein werden.

Christian Spreer

Der Schulverband Itzstedt will auf seiner öffentlichen Sitzung am Montag, 13. Oktober, ab 19.30 Uhr im Amtsgebäude in Itzstedt die Weichen neu stellen: Sowohl die ...

08.10.2014

Rund 80 Unternehmen, Vereine und Verbände stehen in den Startlöchern für die 26. Wahlstedter Gewerbe- und Industrieschau.

08.10.2014

81000 Euro an Spenden sind bereits für die Sanierung des Gotteshauses zusammengekommen.

08.10.2014