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Segeberg Gerstensaft für Genießer
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20:10 15.03.2017
Veranstalter und Bier-Sommelier Rajas Thiele (rechts) von der Norderstedter „Hopfenliebe“ gönnt sich (fürs Foto) mit seinen Mitarbeitern Laura Waschkau und Martin Koch einen Schluck guten Bieres. Quelle: Foto: Fuchs
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Norderstedt

Dass guter Wein eine Frage des Jahrgangs, der Sonneneinstrahlung und des Anbaugebiets ist, wissen Kenner ebenso wie dass Wasser, Gerste und Torf des schottischen Hochlands wichtig für den Malt-Whisky sind. Und natürlich spielt das Know-How bei der Herstellung sowie die Lagerung in den Eichenfässern für den Geschmack dieser Getränke die entscheidende Rolle. Dass diese Erkenntnisse natürlich auch für Bier gelten, haben die kleinen Brauhäuser erkannt, die auf ihre ganz spezielle Weise heute wieder handwerklich gut gemachtes Bier herstellen.

5000 Besucher im Vorjahr

Der Eintritt zum „Craft Beer Day“ kostet drei Euro. Ein Glas fünf Euro Pfand. Parkplätze stehen vor der Tür des Kulturwerks in der Stormarnstraße ausreichend zur Verfügung. Voriges Jahr kamen 5000 Besucher zu dieser Norderstedter Bier-Messe. Infos: www.kulturwerk-am-see.de bf

Auf dem „Craft Beer Day“, der am Sonnabend, 25. März, zum fünften Mal im Norderstedter Kulturwerk zelebriert wird, können die Besucher selbst probieren, ob dies stimmt. Von 12 bis 20 Uhr werden hier 20 verschiedene Biere ausgeschenkt, die allesamt nicht industriell, sondern mühsam mit der Hand gefertigt und nach alten Rezepten gebraut sind.

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Das reine Biertrinken werde an diesem Tag eher Nebensache sein, versichert Veranstalter Rajas Thiele, der sich selbst zum Bier-Sommelier hat ausbilden lassen und sozusagen im Ratskeller der Stadt Norderstedt seit zwei Jahren drei eigene Bier-Kreationen braut. „Beim Craft-Beer-Day geht es vor allem darum, zu testen, zu probieren, zu vergleichen und über die verschiedenen Biersorten zu fachsimpeln“, erklärt Thiele. „Wir wollen den Leuten zeigen, dass es auch beim Bier wie bei Wein, Whisky oder Brandy ausgezeichnete Spezialitäten gibt.“ Darum können die Besucher hier in aller Ruhe von Stand zu Stand gehen, um mit den Braumeistern über ihre Philosophie und ihr Angebot zu sprechen und auszuprobieren, ob sie ihrem Anspruch auch gerecht werden. „Die Nachfrage nach handwerklich gemachten Bieren nimmt überall auf der Welt zu“, sagt Thiele. „Und dieser Hype wird noch lange anhalten“, ist er überzeugt. Diesen Trend hätten inzwischen auch die großen Industrie-Brauereien erkannt und selbst kleine Craft-Beer-Sorten entwickelt, um diesen Markt nicht zu verschlafen, der wiederum die Nachfrage nach industriellen Bieren deutschlandweit erheblich habe sinken lassen.

Wer den Craft-Beer-Day richtig genießen möchte, dem rät Thiele, sich an den Ständen zunächst mit einem Schlückchen zu begnügen, der je 100 Milliliter einen Euro kostet. Sonst sei es schnell vorbei mit dem Vermögen, die Biere nach ihrem Geschmack beurteilen zu können. Denn Alkohol ist auch in diesen Gerstensäften enthalten. Damit das Bier nicht zu sehr in den Kopf steigt, gibt es auch kleine Speisen.

Burkhard Fuchs

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