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Segeberg Debatte über Gesundheitsportal für Segeberg
Lokales Segeberg Debatte über Gesundheitsportal für Segeberg
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15:42 16.03.2019
Abstimmung im Kreistag Segeberg. Quelle: Irene Burow
Bad Segeberg

Ärzte, Therapeuten, Hospiz oder Pflege: Die Gesundheitsregion Segeberg will ihre Angebote in Zukunft auf einer Internetplattform bündeln. Gesundheitsplanerin Anna Walther plant ein entsprechendes Portal. Am Donnerstag hat der Kreistag Segeberg eine Entscheidung jedoch vertagt.

Der Grund: Es mangelt an einem Kosten- und Zeitplan. Das soll zu den Haushaltsplanungen im Herbst nachgereicht werden. Grundsätzlich äußerten sich die Politiker jedoch positiv zu dem Vorhaben.

Mehr Infos gewünscht

„Es gibt genug Bürger, die wissen möchten, was die Gesundheitsabteilungen alles anbieten“, sagte Rosemarie Jahn (FDP). „Bisher muss man sich das mühsam zusammensuchen.“ Sie wünscht sich für ihre Fraktion noch mehr Infos.

 „Wir können gar nicht anders, als ein zeitgemäßes Angebot zu schaffen“, mahnte Rainer Schuchardt von den Freien Wählern. „Da gibt es überhaupt keine zwei Meinungen.“ Jeder surfe im Netz. „Dass das mit Gefahren verbunden ist, ändert nichts daran.“

Suchende in Ausnahmesituation

Seine Fraktion ist dafür. Die Plattform müsse jedoch mehr sein, als eine elektronische Infobroschüre. Jede Stadt, Kirche, Träger oder Versicherung präsentiere sich im Netz, sagte er. „Suchende befinden sich in einer Ausnahmesituation, in der sie Rat und Hilfe brauchen. Sie sollten nicht tagelang durchs Netz surfen oder sich durch Foren wühlen.“

Es müsse eine Vernetzung einer Vielzahl von Akteuren stattfinden. „Es ist zweifellos ein großes Projekt. Das braucht Pflege. Nichts ist frustrierender, als veraltete Informationen“, so Schuchardt.

Das Konzept

Sinn und Zweck des Gesundheitsportals ist es, digitaler zu werden, die Gesundheitsregion auszubauen und die Präventionsarbeit zu stärken. Das geht aus dem entsprechenden Konzept der Kreisverwaltung hervor. Dort beschreibt der Fachdienst Gesundheit auch das Sammelsurium an Suchmöglichkeiten im Netz: Es gibt Arztbewertungsplattformen, Psychotherapeuten findet man über die Kassenärztliche Vereinigung, Zahnärzte über die Zahnärztekammer, Apotheken auf einer Plattform des Apothekerverbandes.

Für den Kreis gibt es Verlinkungen im SeniorenNetz, auch Sportvereine verweisen weiter. Angebote zu Demenz, Palliativ- und Hospizpflege sind eher weniger vernetzt. Fazit: Keine Website bietet „benutzerfreundlich eine Möglichkeit zum Suchen von Angeboten im Kreis Segeberg und Informationen über Angebote des Öffentlichen Gesundheitsdienstes“.

Edda Lessing (SPD) wunderte sich über den kurzfristigen Antrag der Freien Wähler, die Entscheidung zu vertagen. Darüber hätte auch in den Ausschüssen schon beraten werden können. „Wir hatten bereits überfraktionell dafür gestimmt, wir waren uns einig“, sagte sie verblüfft.

„Wir wissen alle, wie schwer es ist, in dem Sektor etwas anzuschieben. Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, bürgerfreundlicher und digitaler zu werden. Das alles entspricht dem Vorhaben.“ Sie forderte einen Grundsatzbeschluss, damit die Verwaltung anfangen kann. „Sie arbeitet oft genug umsonst, weil wir anders entscheiden“, sagte Edda Lessing.

Wirklich Geld dafür ausgeben?

92 Seiten lang ist der psychosoziale Wegweiser des Kreises. „Dort ist alles aufgeführt: Hilfe für Jugendliche, zum Thema HIV oder die Telefonseelsorge“, zählte Angelika Hahn-Fricke (CDU) auf. Ihrer Meinung nach ist das benutzerfreundlich genug. „Müssen wir für das Portal wirklich Geld ausgeben?“, fragte sie. „Wir verschließen uns nicht davor, aber es ist keine Eile geboten.“ Es gehöre zum guten Ton, nur mit einer Kostenprüfung zu abzustimmen, meinte Heiko Evermann von der AfD-Fraktion.

„Dass es den Wegweiser gibt, wissen wir alle. Aber keiner geht doch wirklich darauf, wenn er etwas sucht“, sagte Rosemarie Jahn. Das Portal werde ein Haufen Arbeit, betonte sie. Dass Infos im Netz heutzutage gepflegt werden, sei inzwischen selbstverständlich.

Dem Antrag der Freien Wähler, mit der Abstimmung noch zu warten, stimmte der Kreistag schließlich mehrheitlich zu.

Irene Burow

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