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Segeberg Start frei für drei Tage Gewerbeschau in Wahlstedt
Lokales Segeberg Start frei für drei Tage Gewerbeschau in Wahlstedt
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14:44 04.10.2018
Bei der Firma Pelz sorgen die Azubis mit Unterstützung für den perfekten Auftritt ihres Unternehmens. Quelle: Heike Hiltrop
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Wahlstedt

Akkuschrauber drehen Schraube für Schraube in die mit Fotos beklebten Wände. An einer anderen Ecke klirrt Metall auf Metall beim Zusammensetzen großer Aluminium-Traversen. In einer Ecke steht ein Mann und starrt prüfend auf den Hallenplan, den er in seinen Händen dreht. Dem kurzen, bestätigenden Nicken folgt ein Griff in die Werkzeugkiste. Auf dem Pausenhof werden Kleintransporter und Lkw entladen. Am Donnerstag noch bestimmte geschäftiges Treiben in jedem Winkel der Gemeinschaftsschule an der Neumünsterstraße das Bild. Bereit für Kunden-Gespräche, Besucherfragen und Trubel haben sich die Aussteller positioniert, denn ab Freitagmittag sollen die Menschen in Scharen über die Gewa bummeln.

Der Aufbau zur Gewerbe- und Industrieschau, kurz Gewa, 2018 läuft auf Hochtouren: Auch der Außenbereich rund um die Poul-Due-Jensen-Schule wird für drei Tage zur Verbraucherschau, Marco Häfner, Janko Reinke (v. l.) und seine Kollegen zeigen unter anderem Heizungsanlagen. Quelle: Heike Hiltrop

55 gewerbliche Aussteller und dazu über 20 Vereine, Verbände und Institutionen präsentieren sich laut Organisationsteam aus dem Gewerbeverein am Wochenende. Produkte, Informationen, Kontaktpflege, sehen und gesehen werden, das steht dabei im Vordergrund. Einer, der seit der ersten Gewa-Stunde 1975 dabei war, ist Wolfgang Lippke.

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Der Aufbau zur Gewerbe- und Industrieschau, 2018 in der Poul-Due-Jensen-Schule läuft auf Hochtouren: Eigentlich ist Wolfgang Lippke (69) schon längst im Ruhestand, doch zur Gewa packt er für seinen Arbeitgeber nach wie vor hoch motiviert mit an. Lippke hat in 43 Jahren keine Gewa verpasst. Quelle: Heike Hiltrop

Längst ist der 69-Jährige im Ruhestand. Doch für die Gewerbe- und Industrieschau steht er seinem Arbeitgeber nach wie vor zur Seite. „Es hat sich ganz schön viel verändert zu damals“, erinnert Lippke sich daran, wie einst alles in einem großen Messe-Zelt mit Bewirtung seinen Anfang nahm. „Damals war alles noch eins, und es war viel mehr Einzelhandel dabei. Fast alle Geschäfte aus der Stadt waren vertreten, und die Stände haben wir selbst zusammengeschustert.“ Im Laufe der Jahre sei die Gewa immer professioneller geworden. Die Gastronomie hat ihr eigenes Zelt, die Aussteller haben sich über die Schul-Aula, die Turnhalle und auf dem Pausenhof ausgebreitet. Und längst kommen sie nicht mehr nur aus Wahlstedt.

Bei Uwe Zeitter und Armin Reher (v. l.) laufen die Fäden für die Organisation zusammen. Quelle: Heike Hiltrop

Entwickelt hat sich auch der Markt der Möglichkeiten. Eine Plattform innerhalb der Schau, die ganz dem Ehrenamt gehört. Hier zeigt sich vielschichtiges Bürgerengagement aus Wahlstedt. Die Teilnehmer zeigen auf, wo und wie Menschen sich einbringen oder auch Hilfe bekommen können.

Zu den festen Größen der Gewa gehört es, dass an jedem Messestand irgendeine Mitmachaktion neugierig macht. Ein Flugsimulator, Glücksräder, Rate- und Schätzspiele sowie Messerabatte locken. Auch die Lübecker Nachrichten werden wieder mit einem Stand in der Aula dabei sein. Dieses mal im Gepäck: eine Selfie-Box und ein Gewinnspiel. Nicht fehlen darf auch die Gewa-Tombola. Dieses Mal ist es die DLRG, die die Lose bis Sonntag unters Volk bringt.  

Gewinne, Gewinne, Gewinne: Lasse Ruge von der DLRG und Henning Thode bestücken die Topmbola-Preisausgabe. Quelle: Heike Hiltrop

Ganz große Gewinne stecken dabei im Lostopf: 20 Preise im Wert von über 500 Euro, darunter Fernseher und Fahrräder. Sollten alle Lose verkauft werden, dann brächte das den Rettungsschwimmern einen Erlös von 5000 Euro, der in die Jugendarbeit fließen soll. So wird auch eine Los-Niete zum Gewinn.

Heike Hiltrop