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Segeberg Großer Auftritt der Winnetou-Familie
Lokales Segeberg Großer Auftritt der Winnetou-Familie
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09:52 22.05.2013
Zwei Generationen Winnetou: Gojko Mitic (m.) spielte 15 Jahre den Apachen. Jan Sosniok (l.) ist wie Sophie Wepper (r.) zum ersten Mal dabei. Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg

Für Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld ist es von all seinen Aufgaben die angenehmste, wenn er einmal im Jahr das Ensemble der aktuellen Karl-May-Saison im Rathaus empfangen kann. Und so strahlte der Verwaltungschef, als er mit Jan Sosniok den neuen, und mit Gojko Mitic den alten Winnetou begrüßen konnte.

„Die Fans wissen, hier kann man auch als Familie tolle Abenteuer erleben. Und wer einmal dabei war, den befällt so etwas wie ein ,Karl-May-Virus‘. Schuld daran ist die großartige Atmosphäre. Es gibt in dieser Form keine andere Arena, die so viel Flair wie die Kalkberg-Arena hat“, zeigte sich Dieter Schönfeld überzeugt.

Im vergangenen Jahr wurde viel darüber diskutiert, wer Nachfolger von Frauenschwarm Erol Sander werden sollte, der immerhin sechs Jahre (2007 bis 2012) als Winnetou durchs Kalkbergrund geritten war und gegen das Böse kämpfte. Nach der letzten Saison jedoch war Schluss. Sander hätte zwar gern weiter gemacht, wie er gegenüber den LN betont hatte, die Kalkberg GmbH und Geschäftsführerin Ute Thienel jedoch nicht. Der Vertrag von Erol Sander wurde nicht wieder verlängert, über die Gründe dafür wird von den Verantwortlichen bis heute eisern geschwiegen.

Viele Namen waren damals im Gespräch, doch an Sosniok hatte kaum jemand gedacht. „Ich bin überzeugt, dass Sie ein guter Winnetou sein werden“, sagte Schönfeld in Richtung des neuen Indianer-Helden.

Und er dankte Ute Thienel. „Sie hatten eine schwierige und fordernde Aufgabe vor sich und haben sie erfüllt.“

„Zwei Greenhorns sind im Team dabei“, erzählte Regisseur Norbert Schultze jr. und wies auf Sophie Wepper, die als Winnetou-Schwester Nscho-Tschi dabei sein wird. Das andere „Greenhorn“ ist Jan Sosniok. Alle anderen Schauspieler waren irgendwann schon einmal dabei — wie Joshy Peters, ohne den die Karl-May-Spiele nicht vorstellbar sind. Auch Frank Schröder gehört zum Team der „Altbewährten“

und ist erneut als „Lord Castlewood“ dabei. Gemeinsam mit Fried Wolff als „Smedley“ deckt er den komischen Teil des neuen Stücks „Blutsbrüder“ ab, das wieder von einem ebenfalls „Altbewährten“

geschrieben wurde: Michael Stamp.

Aus gutem Grund legte Norbert Schultze jr. besonders viel Wert auf Wayne Carpendale. „Er war hier, als wir den besten Sommer hatten. Nur an zwei Tagen hat es geregnet“, sagte er und hofft — wie bereits 2003 — auch in diesem Jahr auf den Einfluss Carpendales auf den Wettergott. Nass werde man in der Kalkbergarena so oder so, meinte dagegen Dieter Schönfeld: „Entweder weil es regnet, oder weil die Sonne scheint und man schwitzt. Keiner weiß das besser als Gojko Mitic.“

Für Norbert Schultze jr. ist es die 13. Saison, in der er am Kalkberg Regie führt und dabei zwölf Schauspieler und 50 Statisten koordinieren muss. Auch ein Hund wird in diesem Jahr dabei sein.

Schultze: „Wir haben endlich einen Hund gefunden, der schwerhörig ist. Die anderen waren immer gleich weg, sobald geschossen wurde.“

In vier Wochen ist Premiere
Noch vier Wochen Probe liegen vor den zwölf Schauspielern, 50 Statisten und den 30 Akteuren wie Kostüm- und Maskenbildnern, die sich eher hinter der Bühne aufhalten. „In dieser Woche haben wir noch gemäßigte Proben“, verriet Regisseur Norbert Schultze jr. Vom Wochenende an jedoch werde es turbulenter. „Dann kommen zum ersten Mal die Komparsen hinzu. Ab nächster Woche proben wir mit den Pferden“, erklärte Schultze.
Bevor die Vierbeiner jedoch in das Kalkbergrund einlaufen können, muss noch einiges getan werden, denn nach dem Konzert-Wochenende mit Peter Maffay und David Garrett sowie dem Auf- und Abbau der Bühnenelemente können zu viele scharfkantige Gegenstände im feinen Sand gelandet sein. „Der ganze Boden wird ausgetauscht, damit sich weder Tier noch Mensch verletzten“, so Schultze.
Die Proben sind wochentags von 14 bis 22 Uhr angesetzt, am Wochenende von 10 bis 20 Uhr. Ausgenommen sind die letzten beiden Wochen. Dann nämlich läuft bereits alles auf Hochtouren, damit am 22. Juni um 20.30 Uhr Premiere gefeiert werde kann. Zu sehen sind die Vorstellungen von „Winnetou I — Blutsbrüder“ jeweils donnerstags, freitags und sonnabends um 15 und 20 Uhr, sonntags nur um 15 Uhr.
Eintrittskarten gibt es unter anderem in der Bad Segeberger LN-Geschäftsstelle, Kirchstraße 45 (geöffnet montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr) sowie unter der Telefonnummer 0 45 51/96 55 22 oder der Ticket-Hotline 0 18 05/95 21 11.
„Hier wird man immer nass. Entweder es regnet oder man schwitzt.“
Dieter Schönfeld,
Bürgermeister

pd Petra Dreu

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