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Segeberg Großes Packen für den „Kinder-Hafen“ in Namibia
Lokales Segeberg Großes Packen für den „Kinder-Hafen“ in Namibia
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22:24 22.03.2014
Tim Scherrer (vorne, 2. von rechts), packte den ausrangierten Transporter der Landesforsten voll, der mit auf die Reise nach Afrika geht. Quelle: Fotos: P. Dreu
Hartenholm

Die 20 Helfer des Rotary-Clubs Segeberg hatten ordentlich zu tun, um auf dem Waldgut Hartenholm einen immerhin 40 Fuß großen Überseecontainer zu füllen: Kartons mit gebrauchter Kinderkleidung, Fahrräder, zwei Küchen und vielem mehr wurden im hinteren Bereich des Containers gestapelt. Der vordere Teil musste frei bleiben, denn ein ausrangierter Transporter der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten soll ebenfalls auf die Reise nach Omaruru in Namibia gehen.

„Bekommen hätten wir für den Transporter eh nichts mehr. Aber er fährt noch und in Afrika kann er wenigstens nicht weiterrosten“, sagte Landesforstenchef Tim Scherrer, während er den grünen VW mit Küchenmöbeln vollpackte. Jeder Platz muss ausgenutzt werden, denn was die Rotarier als Hilfslieferung gesammelt haben, ist enorm.

„Wir haben auf verschiedenen Veranstaltungen auf unser Projekt hingewiesen. Entsprechend groß war die Resonanz. Unternehmen und Privatleute haben viel gespendet“, erzählt Projektleiter Torsten Kruse.

Er ist mit viel Herzblut dabei, denn als Mann der ersten Stunde hat er das Kinderheim „Childrens Haven“ in Omaruru mit aufgebaut, in dem Kinder betreut werden, deren Eltern an Aids gestorben sind.

Zudem ist er Pate des ersten Heimkindes.

„Ein Freund lebt in Namibia und hatte zu Weihnachten vor 13 Jahren zwei Kinder bei sich aufgenommen, die er von der Straße aufgelesen hatte . Das waren die zweijährige Grace und ihr ein Jahr alter Bruder Linus“, so Kruse. Er erzählte seinen Rotary-Kollegen davon, die sich in Namibia einbringen wollten. „Als ich meinem Freund davon erzählte, hatte er bereist sieben Kinder bei sich“, berichtet der Projektleiter, der die Patenschaft für Grace und Rotarier Björn Pape für Linus übernahm. Heute sind Grace 15 Jahre und Linus 14 Jahre alt, die zusammen mit 28 weiteren Kindern in dem Waisenhaus leben.

Nach Vorbild der SOS-Kinderdörfer soll das Heim jetzt umstrukturiert werden. „Jeweils sechs Kinder sollen mit einer Hausmutter zusammenleben. Zusätzlich leben in den Wohngruppen Volontäre aus Deutschland, die dort ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten“, so Kruse. Für die Wohngruppen konnten die Rotary-Helfer bereits zwei nagelneue Küchen in den Container packen. Eine davon hatte die fleißigste Unterstützerin des Projektes finanziert: Hannelore Joel. Die 80-Jährige hatte einst in Wankendorf gewohnt und das Projekt lieb gewonnen. Jetzt lebt sie in Berlin, ist den Kindern aber immer treu geblieben. Sie hatte 120 Pakete mit der neuen und kompletten Ausstattung für zwei Wohngruppen. Pate kann übrigens jeder werden.

• Mehr dazu unter http://omaruruchildrenshaven.org.

Petra Dreu

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