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Segeberg Großfeuer zerstört Bauernhof – 150 Einsatzkräfte vor Ort
Lokales Segeberg Großfeuer zerstört Bauernhof – 150 Einsatzkräfte vor Ort
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12:08 15.09.2014
Die Feuerwehr konnte den Bauernhof nicht mehr retten - die Gebäude wurden durch das Feuer vollkommen zerstört. Quelle: Maria Heidecke
Fuhlendorf

Ein Großfeuer hat am Sonntagnachmittag gegen 14.20 Uhr das Wohn- und Wirtschaftsgebäude eines Bauernhofes in Fuhlendorf zerstört. Circa 150 Einsatzkräfte von 11 Wehren aus dem Kreis Segeberg konnten nicht verhindern, dass das Gebäude in der Dorfstraße 14 bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Ein Großfeuer hat am Sonntagnachmittag einen Bauernhof in Fuhlendorf im Kreis Segeberg zerstört. Rund 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Um kurz nach 14 Uhr wurden Nachbarn durch einen lauten Knall auf das Feuer aufmerksam und meldeten über Notruf 112 einen brennenden Bauernhof. Die Leitstelle löste daraufhin Großalarm für die Wehren aus Fuhlendorf, Bad Bramstedt, Wiemersdorf, und Hagen aus. Auch ein Rettungswagen sowie der Leitende Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst machten sich auf den Weg zum Einsatzort, wie die Feuerwehr mitteilte.

Beim Eintreffen der ersten Kameraden war bereits eine starke Rauchsäule zu sehen. Die zwei Bewohner befanden sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs nicht im Haus, fünf Betroffene wurden durch das PSU-Team psycho-sozial betreut, verletzt wurde niemand.

Umgehend wurden von der Feuerwehr und den Anwohnern die circa 60 eingeschlossenen Rinder und Kälber befreit, alle Tiere blieben unverletzt.

Aus Teichen und mehreren Hydranten wurden Wasserversorgungen zum ca. 30 x 30m großen Brandobjekt aufgebaut und das Feuer mit vielen Strahlrohren gelöscht. Auch die Drehleiter der Feuerwehr Bad Bramstedt brachte von oben Wasser auf die Einsatzstelle. Der Einsatzleiter ließ die Wehren aus Armstedt, Hardebek, und Hasenkrug sowie Bimöhlen und Weddelbrook nachalarmieren.

Besonders schwere Einsatzbedingungen für die Wehren ergaben sich durch die starke Rauch- und Hitzeentwicklung. Unter schwerem Atemschutz und mit der Drehleiter bekämpften die Feuerwehren den Großbrand.

"Da sich auch Strohvorräte im Gebäude befanden, müssen diese auseinander gezogen und Stück für Stück abgelöscht werden", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Auch Bagger würden eingesetzt, um Brandlast abzutragen.

Die Brandursache ist noch unklar, die Polizei nimmt die Ermittlungen auf. Der Sachschaden werde auf rund 400 000 Euro geschätzt. Der Einsatz wird sich noch bis in die Abendstunden andauern, sagte Dennis Oldenburg vom Kreisfeuerwehrverband Segeberg.