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Segeberg Großzügige Spende für Segeberger Jugendwehr
Lokales Segeberg Großzügige Spende für Segeberger Jugendwehr
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13:06 04.04.2019
Wehrführer Mark Zielinski (li.) und Oliver Schulz (re.), Vorsitzender des Fördervereins, freuen sich mit ihren Gönnern Jörg (2. v. li.) und Johannes Specht.
Wehrführer Mark Zielinski (li.) und Oliver Schulz (re.), Vorsitzender des Fördervereins, freuen sich mit ihren Gönnern Jörg (2. v. li.) und Johannes Specht. Quelle: Petra Dreu
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Bad Segeberg

 Das 150-jährige Bestehen ist für jede Firma ein besonderes Ereignis. So auch für das Bauunternehmen Johannes Specht, das mittlerweile von Jörg Specht und seinem Sohn Johannes geführt wird. Gefeiert wurde groß, Geschenke aber wollte Spechts keine haben. Stattdessen baten sie um eine Spende auf ein Spendenkonto. Die Gästeliste war lang und die Spendensumme hoch, die Vater und Sohn auf 10 000 Euro aufgestockt haben. Über je 5000 Euro konnten sich nach der großen Sause das Kinderhospiz „Sternenbrücke“ in Hamburg und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg freuen.

„Was soll man einer alteingesessenen Firma auch schenken? Ein Kran ist zu teuer und Beton ist am nächsten Tag hart“, witzelte Jörg Specht, der selbst zwar nie Feuerwehrmann war, ihr aber zeitlebens eng verbunden ist. „Mein Großvater war selbst in der Segeberger Feuerwehr aktiv. Damit bin ich aufgewachsen und wenn die Wehr etwas brauchte, waren wir da“, denkt Jörg Specht zurück und bedauert, dass seine Eltern das 150-jährige Bestehen nicht mehr erleben konnten.

Der Feuerwehr verbunden

Sein Vater Wilhelm Specht verstarb im vergangenen Jahr. Selbst im größten Moment der Trauer hatte die Familie damals an die Feuerwehr gedacht und statt um Blumen und Kränze um eine Spende für die Jugendfeuerwehr gebeten. Investiert wurde diese in 20 Feldbetten, die Jörg und Johannes Specht bei der Übergabe der erneuten Spende inspizieren konnten.

Dass die Jugendfeuerwehr nur wenige Monate nach der ersten Spende abermals mit 5000 Euro bedacht wurde, hätte Oliver Schulz, Vorsitzender des Fördervereins der Segeberger Feuerwehr, selbst in seinen kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten. Entsprechend groß war die Freude. „Macht was Ordentliches draus“, forderten ihn Vater und Sohn auf. Einen Verwendungszweck gibt es bereits, denn nach den bevorstehenden Bauarbeiten werden auch die derzeit 23 Kinder und Jugendlichen ihren in Eiche rustikal getäfelten Kellerraum verlassen und in neue Räume ziehen.

Großes Lob für Engagement

„Die müssen wir so ausgestalten, dass sich die Jugendlichen wohlfühlen. Außerdem springt der Förderverein ein, wenn größere Fahrten anstehen, die sich nicht alle Eltern leisten können“, erläuterte Oliver Schulz. „In den Räumen der Jugendfeuerwehr wird aber nicht nur gechillt, sondern auch vermittelt, was Ordentlichkeit und Pünktlichkeit sind. Im Grunde genommen erfüllt die Feuerwehr Aufgaben der Jugendpflege“, ergänzte Wehrführer Mark Zielinski.

Voll des Lobes ist der Feuerwehrchef für das große Engagement des Bauunternehmens: „Wenn wir für Einsätze Spezialgerät brauchen, ist Specht-Bau immer zur Stelle. Das war schon bei meinem Vorgänger so und ist es heute immer noch.“

Jörg und Johannes Specht jedoch haben nicht nur zu den Brandschützern eine enge Verbindung, sondern auch zum Kinderhospiz „Sternenbrücke“, das sich ebenfalls über 5000 Euro freuen durfte. Johannes Specht: „Wir haben erleben müssen, wie Freunde ihr Enkelkind verloren haben. Was das Kinderhospiz für die dort betreuten Kinder und Familien leistet, ist enorm. Das muss man einfach unterstützen.“

Petra Dreu