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Segeberg Grüne: Gute Lösungen für Flüchtlinge in Leezen
Lokales Segeberg Grüne: Gute Lösungen für Flüchtlinge in Leezen
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09:38 25.09.2015
Amtsleiterin Doris Teegen und Amtsvorsteher Ulrich Schulz bekamen Besuch von der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Eka von Kalben und der Landtagsabgeordneten Ines Strehlau (v.l.). Quelle: Fotos: Pd, Ark (2)
Leezen

 In einem Meinungsaustausch mit Amtsvorsteher Ulrich Schulz und Verwaltungsleiterin Doris Teegen zeigten sie sich positiv beeindruckt von den Lösungen vor Ort.

„In Kiel kann man sich vieles anlesen, doch im direkten Kontakt erfährt man einfach mehr“, sagte Eka von Kalben, die sich freute, dass im Amt Leezen die bisher 65 Flüchtlinge in 18 Wohnungen untergebracht werden konnten. „Das zeigt, dass sich der ländliche Raum sehr gut für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen eignet. Der persönliche Zuspruch ist da, Wohnungen ebenfalls“, so von Kalben. In vielen Städten sehe es ganz anders aus. Die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen seien keine Alternative.

Derzeit werde jede Möglichkeit zur Unterbringung von Flüchtlingen ausgeschöpft. Die ursprünglich 8500 angedachten Erstaufnahmeplätze im Land sollen bis zum Winter auf 13000 erhöht werden. Allein in Boostedt erhöhe sich die Zahl von noch Anfang des Jahres zugesicherten 500 Plätzen auf 3000. Das Land sei sich bewusst, welche Bedeutung dies für den Ort Boostedt mit mit seinen 4600 Einwohnern habe: „Was die Bürger dort leisten, ist einfach fabelhaft“, so von Kalben. Besonders der Bürgermeister verdiene ihren Respekt. Er habe nicht nur Zuspruch bekommen, sei aber dabei geblieben, dass die Unterbringung in Boostedt richtig sei.

Von einem generellen Abschiebestopp im Winter habe sich das Land verabschiedet. Gleichwohl sollen Einzelfälle vorab geprüft und die Verfahren generell beschleunigt werden. Neu sei, dass Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive nicht auf die Gemeinden verteilt werden, sondern in den Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben sollen.

pd