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Segeberg Grüne Woche ohne Segeberger Cowboys und Indianer
Lokales Segeberg Grüne Woche ohne Segeberger Cowboys und Indianer
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17:27 16.01.2020
Josefine von Hollen packt ein: Die Mitarbeiterin der Aktivregion Holsteinische Schweiz packt für die Grüne Woche Tüten mit regionalen Produkten. Quelle: Petra Dreu
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Bad Segeberg

Grüne Woche ohne Cowboys und Indianer aus Bad Segeberg: Am Freitag beginnt die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin, auf der mehr als 1800 Aussteller aus 72 Ländern für sich, ihre Erzeugnisse und ihre Region werben und damit auch den Tourismus ankurbeln. Das geschieht in diesem Jahr mit zwei Ausnahmen ohne Segeberger Beteiligung. Lediglich die Bad Segeberger Kalkberg-Kaffeerösterei und das Fledermauszentrum „Noctalis“ werden in Berlin vertreten sein.

Hübsche Squaws und junge Krieger, die den Besuchern zumindest an einem Messetag das Ferienlandmagazin in die Hand gedrückt und für die Karl-May-Spiele und das Segeberger Umland die Werbetrommel gerührt haben, wird man in diesem Jahr vergeblich auf der Messe suchen. „Dieses Jahr hat es nicht geklappt. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei“, sagte Sandra Sick, Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins.

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Segeberger Gastronomie ist nicht vertreten

Auch der Dehoga-Kreisverband Segeberg, der sonst zumindest an einem Tag durch Lutz Frank mit einer Kochshow vertreten war, ist in diesem Jahr weder auf der Ausstellerliste noch im Programm zu finden. „Der Kreis Segeberg hat eine gute Gastronomie, innovative Erzeuger und Attraktionen, die sich sehen lassen können. Die Grüne Woche ist die größte Verbrauchermesse schlechthin. Dass nur die Kalkberg-Kaffeerösterei und das Fledermauszentrum zeigen, was sie zu bieten haben, kann ich nicht nachvollziehen“, bedauert Kaffeeröster Tim Schnoor, der sich dem Team der Holsteinischen Schweiz angeschlossen hat.

„Wir werden dennoch wieder viel Spaß haben“, ist Schnoor überzeugt, der die gesamte Schleswig-Holstein-Halle mit Kaffee aus Bad Segeberg versorgen will. Unter der Leitung der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz wollen der Dehoga-Kreisverband Ostholstein, die Tourismuszentrale, die Genussregion und der Naturpark Holsteinische Schweiz zusammen mit regionalen Direktvermarktern das Publikum für den hohen Norden begeistern.

„Zusammen an einem Strang ziehen“

„Die Grüne Woche ist uns wichtig“, sagte Horst Weppler, Vorsitzender der Aktivregion. „Wir haben hier wie nirgendwo sonst die Möglichkeit, uns als eine Region zu präsentieren, in der alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Zukunft unseres ländlichen Raums zu gestalten. Die Gelegenheit, auf unsere Anliegen an höchster Stelle aufmerksam zu machen und für umsetzbare, praktikable Lösungen zu werben, ergreifen wir mit großem Engagement.“ Gespannt ist er auf die Besucher- und die Verkaufszahlen, denn Schleswig-Holstein musste in die Halle 5.2a umziehen.

Was sich die Marketingstrategen für die IGW ausgedacht haben, kann sich sehen lassen. Bei einem Gewinnspiel werden Kenntnisse über die Holsteinische Schweiz abgefragt. Neu ist ein Geräusche-Memory, das die Holsteinische Schweiz auf ganz andere Art präsentiert. Zum ersten Mal können die Besucher für 15 Euro eine „För to Huus“-Tüte mit nach Hause nehmen. Gefüllt ist sie mit Produkten der Kalkberg-Kaffeerösterei, der Kirschholz-Brauerei aus Schillsdorf, des Obsthofes Münster aus Eutin und der Schlachterei Schlüter aus Wankendorf.

Grüne Woche vom 17. bis 26. Januar

Die Internationale Grüne Woche (IGW) findet in 94 Jahren bereits zum 85. Mal statt. Gegründet wurde sie 1926 im Berlin der Goldenen Zwanziger als internationale Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Seitdem ist sie stetig gewachsen. Vom 17. bis 26. Januar präsentieren sich über 1800 Aussteller aus 72 Ländern. Partnerland ist in diesem Jahr Kroatien. Wie nie zuvor steht die Grüne Woche mit zahlreichen Ausstellungsbeiträgen und Konferenzen im Zeichen der Klimadebatte. Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und umweltfreundliche Produktionsverfahren sind die Trendthemen. Wer die IGW besuchen möchte, sollte Zeit mitbringen, denn der Umfang ist enorm. Rund 25 Showbühnen und Kochstudios sorgen zehn Tage lang für Infotainment. Am letzten Wochenende kommen die Freunde des Pferdesports auf ihre Kosten. Geöffnet hat die IGW täglich von 10 bis 18 Uhr, am Freitag, 24. Januar, von 10 bis 20 Uhr. Tickets kosten als Tageskarte 15 Euro für Erwachsene, 10 Euro für Schüler und Studenten. Weitere Ticketpreise und Infos unter www.gruenewoche.de.

Auch kulinarisch hat die Holsteinische Schweiz auf der Messe viel zu bieten. Harry Heinsen von der Dehoga Ostholstein tischt das „Holsteiner Türmchen“ mit Sauerfleisch und Liensfelder Bratkartoffeln auf. Alexander Hedegger, Chef der Schlossküche Eutin, zaubert „Holsteiner Bodderbrote“ mit Krustenbrot, selbst gemachter Zwiebelmarmelade und Kaffeesalz. An der Finanzierung des Messeauftritts haben sich die Kreise Segeberg, Ostholstein und Plön mit je 2000 Euro beteiligt.

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Von Petra Dreu

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