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Segeberg Gut gelaunter Professor dankte der Kreis-SPD
Lokales Segeberg Gut gelaunter Professor dankte der Kreis-SPD
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12:13 20.01.2020
Die Kreisvorsitzende Katrin Fedrowitz dankte Professor Dr. Karl Lauterbach mit Naschis und einer neuen Fliege. Quelle: Petra Dreu
Kayhude

Zum Neujahrsempfang des SPD-Kreisverbandes Segeberg im Kayhuder Restaurant „Alter Heidkrug“ konnte seine Vorsitzende Katrin Fedrowitz mit dem Bundestagsabgeordneten Professor Dr. Karl Lauterbach einen der anerkanntesten Gesundheitsfachleute der Regierungskoalition begrüßen. Dieser zeigte sich nicht nur locker, unterhaltsam und gut gelaunt, sondern verriet, sich dem Kreisverband in besonderer Weise verbunden zu fühlen.

„Dieser Kreisverband war der erste, der mich und Nina Scheer für den Parteivorsitz nominiert hat. Deshalb ist es mir eine Ehre, hier sprechen zu dürfen – auch wenn ich das gerne als Vorsitzender getan hätte“, sagte der Mediziner, Wissenschaftler, Universitätsprofessor, der sich seit 15 Jahren als Vollblutpolitiker versteht und sich für alles einsetzt, was nach Gerechtigkeit schreit.

Ein gut gelaunter Professor und eine gewachsene SPD-Familie

Gesund bleiben ohne Fleisch, mehr Gemüse und mehr Sport

Auf das Gesundheitssystem hat der Fliegenträger, der sich seit 1987 fleischlos ernährt, ein besonderes Augenmerk. Den Segebergern gab er die Empfehlung mit auf den Weg, weniger Fleisch, dafür mehr Gemüse zu essen und Sport zu treiben. 90 Prozent aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 40 Prozent der Krebserkrankungen und 30 Prozent aller Demenzerkrankungen könnten damit vermieden werden, so Lauterbach.

Beim jüngsten Organspende-Vorstoß in der vergangenen Woche hatte er sich für die doppelte Widerspruchslösung ausgesprochen, die im Bundestag aber keine Mehrheit erhalten hat. „31 europäische Länder haben sie und damit zwei- bis dreimal mehr Organspender als wir. Durch die neue Regelung wird sich bei uns nicht viel verändern“, bedauerte er.

SPD-Zugehörigkeit in fünfter Generation

Ehrungen für langjährige Parteizugehörigkeit hat es bei der Kreis-SPD schon viele gegeben. Die 65-jährige SPD-Treue von Hildegard Schultz aus Norderstedt ist dennoch außergewöhnlich: Die Norderstedterin wurde in eine sozialdemokratische Familie hineingeboren. Schon ihr Großvater war in der Arbeiterbewegung aktiv. Ihre Mutter war in der SPD und anstatt des „röhrenden Hirsches“ hing im Wohnzimmer der Familie eine Fahne mit dem Titel des Arbeiterliedes „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“. Ihren Ehemann Jürgen, der inzwischen seit 68 Jahren SPD-Mitglied ist, lernte sie bei einem Volkstanz der sozialistischen Jugend „Die Falken“ kennen. Er ist seit 68 Jahren SPD-Mitglied, sie seit 65 Jahren. Das „SPD-Gen“ haben sie an ihren Sohn Werner Schultz weitergegeben. Der Gemeindedezernent von Trappenkamp hat sich mit der Kreistagsabgeordneten Cordula Schultz eine sozialdemokratische Ehefrau gesucht. Auch deren gemeinsame Kinder, ein Sohn und eine Tochter, sind in fünfter Generation in der SPD aktiv.

Für ihre 50-jährige Parteizugehörigkeit wurden zudem Klaus Binder, Erich Rupnow, Walter Ostermann, Gerhard Thomsen, Holger Reichardt und Holger Staack geehrt. Ursula Schwarz ist seit 40 Jahren SPD-Mitglied und leitet seit 20 Jahren den SPD-Ortsverein Bornhöved.

Vier Herausforderungen für die Menschheit

In der Zukunft stehe die Menschheit vor drei Herausforderungen: Digitalisierung, Globalisierung und der demografische Wandel. Ein vierter Punkt sei hinzugekommen, der Klimawandel, für den er ebenfalls eintritt. In der Fridays-for-Future-Initiative habe er eine Lieblingsklimaaktivistin: seine 13-jährige Tochter Luzie, mit der er erst kürzlich die Entfernung mehrerer Millionen Lichtjahre zur nächsten großen Galaxie erörtert hatte. Lauterbach: „Tausende Generationen sind erforderlich. Realistisch gesehen werden wir diesen Planeten nie verlassen können. Deshalb müssen wir alles daran setzten, ihn zu erhalten.“

Die Kreisvorsitzende Katrin Fedrowitz freut sich, dass der Kreis Segeberg das Thema Ärztemangel beherzt angehe. Die Kreispolitiker würden sich in ihrer Freizeit dafür engagieren, dass die Gemeinden, Städte und der Kreis gut für die Zukunft aufgestellt seien. Einige Kommunen hätten größere finanzielle Spielräume, andere weniger große. Entsprechend unterschiedlich seien die Vorstellungen für die Kreisumlage gewesen.

„Zwei Prozent sind ein vernünftiger Kompromiss“

„Es geht hier um Solidarität. Deshalb freue ich mich, dass der Kreistag einen vernünftigen Kompromiss gefunden und die Kreisumlage um zwei Prozent gesenkt hat“, so Fedrowitz, die dem aus Elisabeth Busse (Akkordeon) und Stephanie Lang (Querflöte) bestehenden „Duo Queron“ für ihre musikalische Untermalung dankte.

Kein Neujahrsempfang ohne Ehrung: „Viele Menschen in unserem Land haben vom langjährigen Einsatz von Sozialdemokraten profitiert. Wir haben Chancen geschaffen und Barrieren weggeräumt. Wir haben Probleme gemeistert und für Ausgleich, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität im Alltag gesorgt“, sagte der stellvertretende Kreisvorsitzende Dirk Wehrmann. Er bescheinigte den Geehrten, an der Erfolgsgeschichte ihren Anteil gehabt zu haben. „Sei es im Vordergrund der politischen Bühne, oder einfach nur mit ihrer Solidarität.“ Hildegard Schultz wurde für ihre 65-jährige Parteizugehörigkeit geehrt.

Von Petra Dreu

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