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Segeberg Harte Einsätze für Wehren: Feuer vernichten Wohnhäuser
Lokales Segeberg Harte Einsätze für Wehren: Feuer vernichten Wohnhäuser
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20:52 19.03.2018
Großeinsatz in Bark: Gegen 19 Uhr am Sonnabend schlagen Flammen aus dem Einfamilienhaus an der Dorfstraße. Quelle: Fotos: Hiltrop (2)/büh (1)
Bark/Westerrade

Es ist gegen 18.30 Uhr am Sonnabend, als der Notruf eines Barkers in der Leitstelle Holstein in Norderstedt eingeht: Feuer in einem Einfamilienhaus an der Dorfstraße. Schon beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brennt der Dachstuhl in voller Ausdehnung. Die vier Bewohner des in Flammen stehenden Hauses haben sich glücklicherweise schon aus dem Haus retten können. Sie finden später Unterschlupf bei Verwandten in der Nähe.

Verkohlte Fragmente zeugen von den Großeinsätzen, zu denen 21 Segeberger Feuerwehren nach Bark und Westerrade ausrücken mussten. Die Helfer kämpften gegen Flammen und Eiseskälte. Die Häuser sind zerstört, die Schadenshöhe noch nicht bekannt. Verletzt wurde niemand.

„Einsatz- kleidung, die teilweise durch Wasser gefriert, und Windböen bis Stärke acht: Das sind schon harte Bedingungen.Dennis Oldenburg

Kreisfeuerwehrverband

Weithin sichtbar und immer wieder angeheizt vom starken Wind schlagen die Flammen meterhoch in den Himmel, drohen auf benachbarte Gebäude in der von Wohnhäusern geprägten Straße überzuspringen.

„Durch das schnelle Eingreifen und einen massiven Wassereinsatz aus sieben Strahlrohren haben wir ein Übergreifen erfolgreich verhindert“, fasst Gemeindewehrführer und Einsatzleiter Karsten Hahn später zusammen.

Doch die Bedingungen bei dem Großeinsatz stellen für die etwa 160 Feuerwehrleute aus zwölf Wehren des Amtes Leezen, aus Hartenholm und Wahlstedt (mit Drehleiter), darunter 34 Atemschutzgeräteträger, eine Höchstbelastung dar: Die Einsatzkleidung gefriert teilweise aufgrund der frostigen Temperaturen und des Löschwasser. Der scharfe Ostwind peitscht die Flammen an.

„Das sind schon harte Bedingungen“, umreißt Dennis Oldenburg vom Kreisfeuerwehrverband. Dennoch haben die Einsatzkräfte den Brand nach knapp einer Stunde unter Kontrolle. Nachbarn stellen warmes Wasser zum Auftauen von Handschuhen zur Verfügung, stellen heiße Getränke bereit. Gegen Mitternacht sind die letzten Glutnester gelöscht. Oldenburg: „Das Haus ist unbewohnbar.“ Zur Schadenshöhe kann die Polizei noch keine Angabe machen. Die Kripo hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Nur gut 24 Stunden später, es ist gegen null Uhr in der Nacht zu Montag, fordert ein weiteres Großfeuer die Einsatzkräfte. Ein Zweifamilienhaus in Westerrade steht in Flammen. Einem aufmerksamen Autofahrer fällt das Feuer in dem seit Kurzem leerstehenden Gebäude an der Ecke Bahnhofstraße/Teichstraße auf. Er alarmiert sofort die Leitstelle.

Dieses Mal rücken 150 Einsatzkräfte unter anderem aus Westerrade, Schieren, Geschendorf, Eilsdorf sowie fünf weiteren Wehren aus, darunter die Bad Segeberger Wehr mit ihrer Drehleiter. Auch hier arbeiten die Brandbekämpfer unter kräftezehrenden Bedingungen: Überall dort, wo sich Löschwasser auf dem Boden verteilt, wird es binnen kürzester Zeit spiegelglatt. Die Feuerwehr streut zwar großflächig die Bereiche mit Salz ab, dennoch bleibt es glatt.

Die Kräfte verhindern dennoch, dass der Brand auf Nachbargebäude übergreift. Die Flammen fressen sich jedoch durch das ganze Haus. Es sei nicht zu retten, sagt Einsatzleiter Ilja Dutko. Die Höhe des Sachschadens ist laut Polizei noch nicht bekannt. Auch hier wurde die Brandstelle beschlagnahmt. Die Kripo aus Bad Segeberg hat die Ermittlungen übernommen.

Heike Hiltrop

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