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Segeberg Kreis Segeberg geht beim Ärztemangel in die Offensive
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19:00 10.02.2020
Sie sind die Ansprechpartner: Koordinator Otto Melchert und Laura Löffler (stellvertretende Geschäftsführerin der Ärztegenossenschaft Nord). Quelle: Heike Hiltrop
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Bad Segeberg

Es war eines der bestimmenden Themen 2019 im Kreis: Was kann die Politik dazu beitragen, dass die hausärztliche Versorgung im Kreis wenigstens stabil bleiben, wichtiger aber verbessert werden kann. Vor dem Hintergrund, dass rund 20 Prozent der niedergelassenen Hausärzte in Segeberg 65 Jahre alt oder älter sind, ihre Pensionierung also über kurz oder lang ansteht, sind verschiedenste Maßnahmen in einem großen 3,3 Millionen-Euro-Paket zusammengeschnürt, das nun an den Start geht. „Freiwillig“, wie Landrat Jan Peter Schröder unterstreicht. Und auch, um den Gesundheitsstandort Segeberg langfristig zu stärken.

Ziel: 15 Allgemeinmediziner und 20 NäPas ausbilden

Erster Schritt sei es gewesen, die passenden Ansprechpartner zu finden. Der externe Fachmann Otto Melchert wird die Koordination übernehmen. Er soll die ambulante ärztliche Versorgung im ganzen Kreis im Blick haben und als Berater auch für Gemeinden und Kommunen tätig sein. Zudem soll er die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner im Verbund mit Ärzteschaft und Kliniken voranbringen. Das Ziel in den kommenden fünf Jahre ist es, 15 Mediziner im Segebergischen auszubilden, sie zu unterstützen um ihnen so die eine Niederlassung im Kreis schmackhaft zu machen.

Die Ärztegenossenschaft Nord, vertreten durch ihre stellvertretende Geschäftsführerin Laura Löffler, wird den Part für die nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPas) übernehmen, zu denen sich 20 medizinische Fachkräfte fortbilden lassen können. „Wir wollen versuchen, da eine Blocklösung hinzubekommen“, erklärt Löffler und hofft darauf, den üblichen Zeitrahmen für Wochenendkurse von etwa zwei Jahren auf sechs bis zwölf Monate verkürzen zu können.

WKS soll Werbekampagne ausarbeiten

Jetzt ist es an der beauftragten Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS) mit den richtigen Ideen kräftig die Werbetrommel zu rühren, um potenzielle Kandidaten zu finden. Ein Plus gibt es schon: Das Projekt ist bundesweit einmalig, der Kreis Segeberg könnte also die Nase vorne haben. Kreise aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen schauen schon gespannt auf die Entwicklung, von der erste Zwischenergebnisse bereits im Herbst erwartet werden.

Von Heike Hiltrop

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