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Segeberg Amtsbereich Itzstedt: Neue Wohnfläche für 400 Bürger in Entstehung
Lokales Segeberg Amtsbereich Itzstedt: Neue Wohnfläche für 400 Bürger in Entstehung
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11:00 19.09.2019
Das Baugebiet "Sandkoppel" in Itzstedt wird derzeit erschlossen. Der Verkauf der 50 Grundstücke an der B432 läuft an. Ab kommendem Frühjahr kann gebaut werden. Quelle: Irene Burow
Itzstedt

„Kindergarten, Schule, Einkaufen, Arbeit: Wenn das alles stimmt, ziehe ich ein“, bringt es Andreas Bigott, Leiter des Amtes Itzstedt, auf den Punkt. Der Bauboom ist hier deutlich zu spüren. Zwischen Kayhude, Seth und Sülfeld sind mehrere B-Pläne geplant oder vor der Umsetzung. „Die Menschen bewerben sich mehrfach“, weiß er. Die Stadt Hamburg käme mit den Grundstücken nicht mehr hinterher. „Das drängt Familien nach draußen.“ Zudem sei die Zinslage immer noch gut.

Wohnen an der Lebensader B432

„Im Amt Itzstedt ist einiges im Köcher“, sagt Bigott. Die Region sei sowohl zum Leben, als auch zum Arbeiten interessant. Die „Lebensader“ B432 durchkreuze das Gebiet – sie verbindet den Hamburger Rand mit Bad Segeberg. 20 000 Fahrzeuge seien hier täglich unterwegs. Genau an dieser Verkehrsader wird derzeit Itzstedts jüngstes Baugebiet erschlossen – in der Gemeinde sind in Kürze dutzende Grundstücke zu haben. Gegenüber der Seniorenwohnanlage „Haus Itzstedt“ graben die Bagger. Spatenstich war im März:für 84 Wohnungen und 40 Häuser.

Die „Sandkoppel“ liegt direkt neben dem Netto-Supermarkt. Zuständig für die Erschließung ist die Landgesellschaft und das Wohnungsunternehmen Semmelhaack. „Der B-Plan ist durch. In Kürze beginnt der Verkauf der Grundstücke“, sagt Bauamtsleiterin Michaela Thrun.

Hunderte Interessenten

Andreas Bigott, Leitender Verwaltungsbeamter Amt Itzstedt. Quelle: Irene Burow

Ab kommendem Frühjahr kann gebaut werden. Die Liste an Interessenten sei lang: Etwa 400 warten auf ein Grundstück. Und weil die Nachfrage so groß ist, gibt es die Option auf Erweiterung. „Es ist ein zweiter Bauabschnitt geplant“, sagt Thrun. Bis zu 150 Wohneinheiten sollen insgesamt entstehen, inklusive sozialem Wohnungsbau.

„Um die Chancen zu erhöhen, fragen viele direkt bei der Landgesellschaft nach“, sagt Bigott. Eingrenzungen bei der Vergabe gebe es im Amtsbereich nicht. „Es herrscht freies Spiel der Kräfte“, sagt er. Der Fokus liege jedoch auf jungen Familien, also Einkommenssteuerzahlern. „Es senkt das Alter und bewegt Kindergärten und Schulen.“

Hier entstehen im Amt Itzstedt neue Wohngebiete

In Tangstedt wird innerhalb der nächsten zwölf Monate zwar kein Gebiet vorbereitet. Doch es geht in die Planung: Die Landgesellschaft will das Baugebiet „Lindenallee“ erschließen. Die Bebauungsplanung ist aber noch ganz am Anfang. Deshalb steht auch die Zahl der Grundstücke noch nicht fest. Zwischen 70 und 80 könnten es werden. Eine weitere größere Fläche entsteht am Fernmeldeturm; zwei kleinere Flächen sollen an der Kuhteichwiese und auf einem Rathausnebengelände bebaut werden.

In Nahe ist das Baugebiet „Rodelberg“ zwischen Lüttdörp und Dorfstraße für die Bauherren startklar. Von 29 Grundstücken waren die meisten „ruck zuck weg“, sagt Andreas Bigott. Einige wenige sind noch zu haben. Ansprechpartner ist die Gemeinde. Sie will hier zudem Mehrfamilienhäuser errichten lassen. Westlich des Rodelberges soll Nahe gleich weiter wachsen. Für die Fläche zwischen den Straßen Im Busch und der Dorfstraße hat die Planung begonnen.

Bauen in der Metropolregion Hamburg

Baugrundstückesind begehrt. Und der Kreis Segeberg profitiert von den Menschen, die von der Großstadt aufs Land ausweichen. Die Lübecker Nachrichten berichten in den kommenden Wochen auf www.ln-online.de/Segeberg in loser Serie vom aktuellen Bau-Boom: Wo Grundstücke zu haben sind, was die einzelnen Regionen attraktiv macht und wie sich das Gesicht in Ämtern und Städten verändert.

Zu den Serienteilen:

2019:
Wo Baugrund in Segeberg am teuersten is

Groß Rönnau: Bauen auf dem Sonnenblumen-Feld?

Wie man gute Neubürger ins Dorf holt – und die „Richtigen“ aussucht

In Oering befindet sich die „Moorkoppel“ mitten in der Planung. Zwischen Hauptstraße und der Straße Sauer Moor soll aufgrund starker Nachfrage ein neues Wohngebiet mit etwa 22 Grundstücken entstehen. Ein erster Entwurf wurde schon vorgestellt. Ansprechpartner ist die Gemeinde.

In Seth soll das Wohngebiet „Bocksrade“ mit rund 34 Grundstücken entstehen. Vorgesehen ist die Fläche nördlich des Bocksrader Bogens, zwischen den Straßen Raak und Kirchstraße. In Seth wird gleichzeitig in die Schule und Kita investiert.

Sülfeld und Kayhude: Flächen händeringend gesucht

In den Gemeinden Sülfeld und in Kayhude gibt es zwar keine konkreten Planungen für neue Wohngebiete. Doch die Bürgermeister sind auf der Suche und in Verhandlungen, um geeignete Flächen zu finden.

Einige Gemeinden im Kreis Segeberg könnten in den kommenden Jahren auch deshalb aufatmen: „Unser Innenminister ist zum Thema Wohnungsbau positiv eingestellt“, weiß der Amtsleiter. Hans-Joachim Grote (CDU) sieht bei der Landesplanung vor, dass Gemeinden wieder stärker wachsen dürfen. Aktuell dürfen Ortschaften um bis zu 15 Prozent ihrer Wohnfläche erweitert werden.

Der neue Entwurf des Landesentwicklungsplanes sieht eine Nullrunde vor – und damit weiteres Potenzial, um Bauland zu schaffen. Um die Wohnungsnot zu lindern, hat das Land den „zweiten Ring“ rund um HamburgBad Segeberg, auch Bad Oldesloe oder Ratzeburg besonders im Visier.

Weiterlesen:

Landesplanung: Diese elf Gemeinden in Segeberg können wieder bauen

Landesregierung:
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Von Irene Burow

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