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Segeberg Hof Terrassen: Beste Wohnlage zieht sogar die Stadträte an
Lokales Segeberg Hof Terrassen: Beste Wohnlage zieht sogar die Stadträte an
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21:03 19.04.2018
Norderstedts Stadtrat Thomas Bosse und Projektleiterin Jasna Hamidovic-Baumgarten setzten den symbolischen Grundstein für das Genossenschaftsprojekt Hof Terrassen in Norderstedt. Quelle: Foto: B. Fuchs
Norderstedt

In Friedrichsgabe ziehen im Mai die ersten Bewohner in ihre bereits fertiggestellten 32 genossenschaftlichen Wohnungen ein. In der neuen Horst-Embacher-Allee Nummer 1, mitten in der Stadt nahe dem Herold-Center, entstehen nun in drei viergeschossigen Gebäuden 42 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit 46 bis 112 Quadratmetern Größe der Baugenossenschaft „Hof Terrassen“ sowie 17 weitere, gleich große Eigentumswohnungen. Insgesamt 14,5 Millionen Euro würden hier investiert, sagte Jasna Hamidovic-Baumgarten von den Ting-Projekten. Alle Wohnungen, barrierefrei, energieeffizient gedämmt und schallisoliert, verfügten über einen Tiefgaragenstellplatz, der mit dem Fahrstuhl zu erreichen sei.

„Unsere Stadt braucht im Moment jede Wohnung“, sagte Baudezernent Bosse angesichts der fast explodierenden Mietpreise auf dem Norderstedter Wohnungsmarkt, wo in der Nachbarschaft schon monatliche Kaltmietpreise von 13 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und mehr verlangt werden. Dabei gebe es hier in den terrassenförmigen Bauten sogar ein Drittel geförderte Wohnungen, deren Mietpreis unter sechs Euro monatlich kalt je Quadratmeter liege, sagte die Projektleiterin. Alle anderen kosten etwa zehn Euro Kaltmiete bei einer Kapitaleinlage von 48000 bis 83000 Euro. „Dieser Mix ist sehr attraktiv für unsere Stadt“, sagte Bosse.

„Es sind ja noch 15 Genossenschafts-Wohnungen frei“, rief Norderstedts Stadtvertreter Miro Berbig Bosse zu. „Aber leider keine Dachterrasse mehr“, antworte dieser schmunzelnd. Er habe die Drei-Zimmer-Wohnung für seinen Vater besorgt, erzählt Stadtvertreter Berbig, nachdem sie monatelang vergeblich für ihn etwas gesucht hätten.

Auch Bosses Stadtrats-Kollegin Anette Reinders gehört zu den Genossen der Hof Terrassen, die sich vor einem Jahr für dieses Bauprojekt gegründet und es seitdem gemeinsam bis ins Detail geplant hat.

Hier wohnen künftig alle Generationen unter einem Dach. So freut sich der 26 Jahre alte, angehende Erzieher Kilian Kankowski, dass er hier eine der sehr günstigen, geförderten Zwei-Zimmer-Wohnungen ergattert hat. „Für mich als Auszubildender ist es wichtig, dass die Miete bezahlbar bleibt.“ Thomas Scheer, Mitte 50 aus Hamburg, hält dies „für die attraktivste Wohnform zwischen Miete und Eigentum“, weil er als Genosse noch vor Baubeginn den Schnitt der Wohnung, Bodenbelag und Raumausstattung mitbestimmen konnte. Und das Rentner-Ehepaar Dreher aus Nahe im Kreis Segeberg hofft noch, eine der Wohnungen zu bekommen, weil die beide lieber heute als morgen ihr Haus mit dem großen Garten verkaufen möchten, den sie bald nicht mehr allein bewirtschaften können.

Genossenschaftliche Wohnprojekte seien voll im Trend, weiß Jasna Hamidovic-Baumgarten. „Wir haben jetzt von Sylt bis Norderstedt 1000 Genossenschaftler betreut, die 600 neue Wohnungen geschaffen haben“, sagt sie. Die Hof Terrassen sollen bis Herbst 2018 bezugsfertig sein.

 Von Burkhard Fuchs