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Segeberg Holger Lück wird Geschäftsführer des VJKA
Lokales Segeberg Holger Lück wird Geschäftsführer des VJKA
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16:45 20.12.2018
Verwaltungsleiter Holger Lück (51) wird Geschäftsführer des VJKA. Er arbeitet seit 17 Jahren für den Verein, hatte seit Sommer die kommissarische Geschäftsführung mitübernommen. Quelle: Irene Burow
Segeberg

Holger Lück ist der neue Geschäftsführer des VJKA. Damit hat überraschend ein bekanntes Gesicht den Posten übernommen. Denn nach zwei Runden auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer war klar: Besser wird’s nicht. Alle waren zufrieden mit der Arbeit im Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA). Nach dem Weggang von Martin Karolczak im Sommer hatte der Leiter der Verwaltung, Holger Lück, die Geschäftsführung kommissarisch mitübernommen. „Wir haben im Vorstand festgestellt, dass alle Fragen und Herausforderungen an den Verein durch ihn und das Führungsteam hervorragend gemeistert worden sind“, sagt Vorstandsmitglied Jens Lichte. Es habe keinerlei Schwierigkeiten gegeben. „Wir haben also überlegt: Brauchen wir eigentlich einen neuen? Im Laufe der Gespräche kamen wir zu der Erkenntnis, dass dem nicht so ist.“

Der Verein

Der VJKA ist Träger diverser Projekte in der Region wie Offene Ganztagsschulen, die „Jugendgerechte Kommune“, Jugendarbeit auf dem Lande, die SE-Kulturtage und der Kulturknotenpunkt Bad Segeberg. Der Verein hat 95 Mitarbeiter, dazu 17 abgeordnet vom Kreis sowie 300 Neben- und Freiberufler. Mitglieder sind die Gemeinden und Städte Trappenkamp, Wahlstedt, Henstedt-Ulzburg, Bad Bramstedt, Kaltenkirchen, Bad Segeberg und auch der Kreis Segeberg.

4,6 Millionen Euro beträgt der Jahresetat, der Kreis steuert 2,2 Millionen bei. Mindestens 30 000 Tagesgäste gab es in diesem Jahr in der Jugendakademie, 12 000 Übernachtungen wurden auf dem Jugendzeltplatz Wittenborn gezählt – ein neuer Rekord.

Lück hatte sich nicht auf diesen Posten beworben. Der Vorstand sei vor Kurzem auf ihn zugekommen. Am Montag wurde entschieden. „Das war gar nicht meine Absicht“, sagt Holger Lück. „Ich bin eigentlich nicht der Typ für die erste Reihe.“ Doch das vergangene halbe Jahr lief überraschend gut. „Für mich ist es wichtig, dass die Bereiche gut zusammenarbeiten. Die Einrichtungen sollen nicht nur einzeln wahrgenommen werden, sondern zusammenwirken.“ Und das wurde fast schleichend in den letzten Monaten gemacht: Mit den Fachbereichsleitern hat er die Arbeit aufgefangen. „Die Geschäfte liefen wirklich gut.“ Zu den sieben Fachbereichen des Vereins gehören die Jugendakademie, Kulturakademie, Verwaltung, der Zeltplatz Wittenborn, die Kreismusikschule, Finanzen und Hauswirtschaft. „Ich freue mich über das Vertrauen, dass der Vorstand und das Kollegium mir entgegenbringen“, sagt der Högersdorfer.

Personell wird umstrukturiert

Der Input des Führungsteams sei so gut gewesen, dass ein leitender Posten entfallen kann. „Personell muss sich aber einiges drehen, Aufgaben müssen verschoben werden“, sagt Lichte. Damit die Doppelbelastung nicht länger nur von Lück allein getragen werden muss. „Das Tagesgeschäft ist eine Sache, aber es muss auch Raum geben, den Blick nach vorn zu richten“, sagt Vorstand Claus Peter Dieck. „Da muss es Stellschrauben geben. Vielleicht stocken wir personell noch auf.“ Aber das sei noch unklar. „Der Vorstand ist davon überzeugt, dass das gelingen wird“, sagt Lichte. Und er betont auch, dass diese Entscheidung von den Mitarbeitern mitgetragen wird.

17 Jahre im Verein tätig

Sie kennen Lück gut: Lange Zeit hatte er für die Stadt Bad Segeberg gearbeitet. So kam er auch zum Verein, für den er inzwischen seit 17 Jahren arbeitet. Zu Beginn war der VJKA noch in der Mühle angesiedelt und hatte rund 40 Mitarbeiter. Heute ist er mit 95 Mitarbeitern und einem Etat von 4,6 Millionen Euro mehr als doppelt so groß. „Ich stelle mich gerne der Herausforderung, die diese verantwortungsvolle Aufgabe mit sich bringt“, sagt Holger Lück. Vor allem mit der Sanierung der Jugendakademie in 2020 steht der Verein vor einer großen Aufgabe. Dafür müssen dringen neue Räume gefunden werden, damit die vielen Projekte, Fortbildungen, Tagungen und Veranstaltungen weiterlaufen können.

Zwei Runden brachten keinen Nachfolger

Die Hürde, eine Führungskraft zu finden, ist immerhin genommen. „Es hat eine ganze Zeit gedauert, um eine endgültige Entscheidung zu treffen“, gibt Jens Lichte zu. Zwei Bewerbungsrunden hatte es gegeben. Von jeweils 20 Bewerbern kamen je drei in die engere Auswahl. Ihnen wurde unter anderem die Akademie gezeigt. Doch nach fachlichen Diskussionen überzeugte am Ende niemand. „Es war enttäuschend“, sagt Claus Peter Dieck sogar. Während des umfangreichen Prozesses ist das Team derweil gewachsen. Die Voraussetzungen haben sich verschoben. „Jetzt haben wir den Besten“, sagt Dieck.

Nach drei Jahren als Geschäftsführer hatte Martin Karolczak zum 30. Juni 2018 den VJKA verlassen. Auf eigenen Wunsch: Karolczak wollte näher an der Familie in seiner Heimatstadt Hamburg arbeiten. In seiner Zeit beim Verein ist die drohende Insolvenz abgewendet worden. Der frühere Geschäftsführer Dieter Fiesinger ging 2015 in den Ruhestand. Er hatte über drei Jahrzehnte die Jugendarbeit im Kreis Segeberg geleitet.

Irene Burow

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