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Segeberg Hundeabwehrspray löst Großalarm aus
Lokales Segeberg Hundeabwehrspray löst Großalarm aus
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15:49 20.06.2019
Der Rewe-Markt in der Straße Flottkamp in Kaltenkirchen wurden von der Polizei evakuiert. Quelle: dpa (Symbolbild)
Kaltenkirchen

Mit einem Hundeabwehrspray hat eine volltrunkene Frau am Donnerstag um kurz nach 12 Uhr am Mittag Großalarm in einem Kaltenkirchener Rewe-Markt ausgelöst. Die 22-Jährige hatte im Eingangsbereich des Marktes in der Straße Flottkamp eine große Menge der stark reizenden Substanz versprüht. 13 Kunden des Marktes, die das Zeug eingeatmet hatten, erlitten dadurch Atemwegsreizungen, teilte die Polizei mit.

Gebäude und Umfeld wurden evakuiert

Eine Rettungswagenbesatzung, die zufällig auf dem Parkplatz des Rewe-Marktes anwesend war, bekam das Geschehen mit und kümmert sich um die Betroffenen. Da die Ursache für die Beschwerden aber zunächst unklar blieb und die Sanitäter deutlichen Gasgeruch wahrnehmen konnten, lösten sie einen Großalarm aus. „Es wurde die Evakuierung des Gebäudes und des Umfeldes veranlasst“, sagte Polizeisprecher Kai Hädicke-Schories. Spezialkräfte der Feuerwehr Kaltenkirchen, die mit Schadstoffmessgeräten die Luft in dem Markt überprüften, gaben aber schon nach wenigen Minuten wieder Entwarnung.

Gut 45 Minuten nach der Alarmierung konnte die Verursacherin in der Nähe des Marktes von Polizeibeamten gestellt werden. Laut Hädicke-Schories sei die 22-jährige Kaltenkirchenerin der Polizei bereits hinlänglich bekannt. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihr einen Wert von 2,51 Promille.

Streit um ungezogenen Hund war Auslöser

„Auslöser für die Spray-Aktion war offenbar ein Streit der Frau mit einem anderem Kunden des Marktes“, so der Polizeisprecher. Der Mann habe sich anscheinend über ihren ungehorsamen Hund bei der Frau beschwert, woraufhin die junge Frau – offenbar in Rage – die Flasche Abwehrspray entleerte.

Die Geschichte dürfte für sie ein schmerzhaftes Nachspiel vor Gericht haben: Sie wurde von der Polizei wegen der gefährlichen Körperverletzung in 13 Fällen angezeigt. Mögliches Strafmaß: zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Haft.

Oliver Vogt

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