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Lokales Segeberg Segeberger Klimaschutzfonds für grüne Ideen
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13:49 07.02.2019
Zuschüsse wären zum Beispiel für Lastenräder denkbar. Klein Gladebrügge hat schon eins. Quelle: Petra Dreu
Segeberg

Der Klimarat des Kreises befürwortet die Einrichtung eines Fonds für Umweltschutzmaßnahmen. „Es wäre eine Idee, um mehr Dynamik in Klimaschutzaktivitäten zu bekommen“, sagt Heiko Birnbaum, der in der Kreisverwaltung für das Thema zuständig ist. „Andere Kreise und Städte machen das schon.“

Andere machen es vor

Zum Beispiel Norderstedt: „Dort werden seit Jahren Projekte gefördert, die mit Wärmeschutz in Gebäuden zu tun haben“, erklärt er. Der Fokus liegt dort auf umweltfreundlichen und gesundheitsverträglichen Dämmstoffen, wie Holz, Hanf, Wolle oder Kork. Auch Geesthacht unterstützt Projekte, die sich mit Energieeffizienz beschäftigen. Die Stadt Elmshorn fördert Maßnahmen auf diesem Weg schon seit den 90er Jahren. Dort werden Zuschüsse als „freiwillige Leistung“ gewährt, die Finanzspritze darf die Hälfte der Investitionskosten nicht überschreiten. Wer dort in Photovoltaik, Solarthermie oder Wärmepumpen, in Speichertechnologie oder E-Mobilität investiert, kann mit Unterstützung rechnen. Die Stadt speist den Fonds durch eine Umlage auf die Gemeinden im Einzugsgebiet. Sie zahlen 50 Cent pro Jahr und Einwohner; dadurch stehen 35 000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Gründächer oder Lastenräder sind Vorschläge

Was könnte der Kreis Segeberg fördern? Photovoltaik und Solarthermie, Flächenentsiegelung, Speicheranlagen, Fassadenbegrünung oder Lastenräder waren erste Vorschläge. Der Klimarat sprach sich vor allem für Maßnahmen aus, die nicht schon anderweitig gefördert werden können. „So ein Fonds hätte den Vorteil, nicht vom Haushalt abhängig zu sein“, sagt der Vorsitzende des Klimarates, Arne Hansen (Grüne). „Es ist praktisch und handhabbar“, meint Thomas Thedens (Freie Wähler). Schon kleine Förderbeiträge würden reichen, um einen Anreiz zu schaffen, sagt Heiko Birnbaum. Bei den Ladesäulen für E-Autos habe das bisher gut funktioniert: 2 000 Euro Förderung für eine Investition von 12 000 Euro wurden gut in Anspruch genommen. Über die Finanzierung muss noch beraten werden. Denkbar wäre ein Budget über die Lenkungsgruppe ähnlich der Ladesäulen- oder Radwegeförderung, hieß es.

Der Klimarat besteht aus je einem Vertreter der Kreistagsfraktionen und den Klimaschutzmanagern der Verwaltung. Die Runde bereitet Themen inhaltlich vor, damit in Ausschüssen schneller abgestimmt werden kann.

Irene Burow

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