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Segeberg Bürger gründen Café für die Jugend
Lokales Segeberg Bürger gründen Café für die Jugend
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19:00 20.05.2019
Früher „Milk and Honey“, demnächst soll hier Bad Segebergs Jugendcafé einziehen. Quelle: Glombik
Bad Segeberg

Ein Traum wird wahr: Alles deutet daraufhin, dass Bad Segebergs Jugend schon bald ihr eigenes Café, ihren eigenen Innenstadttreff bekommt. Und das ziemlich zentral, fast gegenüber von der Dahlmannschule, und nur wenige Schritte von der Schule am Seminarweg entfernt. Das ehemalige Café „Milk and Honey“ zwischen Schulhof und Einkaufsstraße mitten in der Innenstadt Bad Segebergs gelegen, stand zur Vermietung frei, und die Initiatoren, Grünen-Politiker Jochim Hollmann und Udo Nickel, nahmen die Sache in die Hand und griffen zu. Hollmann teilte am Montag den LN mit, dass als Träger für das Café-Projekt nun ein Verein gegründet werden solle. „Wir können jetzt nicht auf die Stadt warten.“

Verein sucht jetzt nach Fördermitteln

Mit dem Vermieter sei man sich handelseinig und wenn der Vertrag gegründet sei,werde man mit dem Eigentümer einen Mietvertrag unterzeichnen. Handwerksmeister Hollmann möchte Nägel mit Köpfen machen und dafür sorgen, dass die Sache endlich mal konkret wird. Möglicherweise schon ab Juli. Seit über einem Jahr sei nichts passiert, jetzt geht es Schlag auf Schlag. Hollmann: „Wir werden jetzt auch versuchen mit dem zu gründenden Verein Fördermittel zu bekommen.“ Die EU-Förderinstitution „Holsteins Herz“ werde vermutlich auch mithelfen.

Angestrebt wird aber offenbar auch, dass die Stadt später die Finanzierung übernimmt. Schon seit über einem Jahr sei man dran an der Suche nach einem Jugend-Café. Hollmann: „Das Café soll ein Anlaufpunkt werden für verschiedene Initiativen und Projekte. Ursprünglich habe man auch überlegt, den direkt an der Fußgängerzone gelegenen früheren Woll-Laden zu übernehmen. Doch da war die Miete viel zu hoch. Jetzt habe man sich auf das kleine Café im hinteren Bereich konzentriert. Hier soll die Pacht nach LN-Informationen zwischen 800 und 900 Euro liegen. Die Bewirtung soll von den Jugendlichen selbst in die Hand genommen werden. Herd, Abzugshaube und Arbeitsflächen seien vorhanden, man könnte dort ein Café betreiben.

Qualifizierungsmaßnahme für Jugendliche

Auch Stadtvertreter Jens Lichte begrüßte diese Entwicklung. Die SPD werde das voll unterstützen. Lichte lobte vor allem, dass von den Initiatoren auch gleich der Kinder- und Jugendbeirat sowie die Stadtschülervertretung miteinbezogen haben. Die seien Feuer und Flamme für ihr Café-Projekt. Thomas Minnerop, der als städtischer Projektleiter „Jugendgerechte Kommune“ zum Sprachrohr der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bad Segeberg geworden ist, hatte schon vor einem Jahr vorgeschlagen, „benachteiligte Jugendliche“, die zum Beispiel noch auf eine Ausbildung warteten, im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme im Café einzusetzen. „Wir haben ja auch viele jugendliche Migranten, die man hier ebenfalls beteiligen könnte.“

Minnerop zollte gestern großen Respekt, dass sich hier Privatleute für die Jugend engagieren, auch finanziell ins Risiko gingen. „Ich begrüße das sehr, das ist eine rührende Initiative von Bad Segeberger Bürgern.“ Er finde es vorbildlich, dass schon jetzt Kinder und Jugendliche dabei seien, an dem Konzept zu arbeiten und sich selbst einbringen möchten. Jetzt gehe es darum, das neue Café mit Leben zu erfüllen und dafür vielleicht auch eine „Zukunftswerkstatt“ zu gründen. Wichtig sei auch, dass gewährleistet sei, dass später das Café später jeden Tag geöffnet sei. Minnerop selbst sei bereit, auch im Vorstand des Vereins als Privatperson mitzumachen.

Wolfgang Glombik

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