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Segeberg Initiative „Segeberg bleibt bunt“ organisiert Aktionen in der Südstadt
Lokales Segeberg Initiative „Segeberg bleibt bunt“ organisiert Aktionen in der Südstadt
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18:49 14.11.2019
1500 Menschen beteiligten sich vergangene Woche an der Demo gegen Rechts in Bad Segeberg. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Bad Segeberg

„Nein, das soll es nicht gewesen sein“, sagt eine Sprecherin der Initiative „Wir sind mehr – Segeberg bleibt bunt“ und bezieht sich damit auf die Demonstration für Demokratie, Toleranz und Menschenrechte in der vergangenen Woche, bei der über 1500 Bürger Zivilcourage gezeigt haben. Mit dem großen Echo hatten die Initiatoren nicht gerechnet, doch das soll nur der Anfang gewesen sein.

Gustav-Frenssen-Weg endlich umbenennen

Den Auftakt macht bereits am Freitag ein nachmittäglicher Bürger-Spaziergang durch die Südstadt, bei dem Aufkleber entfernt werden sollen. Weitere Aktionen im Quartier seien ein Fußballturnier mit Bürgern und Flüchtlingen auf dem Bolzplatz zu organisieren oder ein adventliches Open-Air-treffen mit heißen Getränken und Klönschnack. Auch ein Straßenfest an dem nach einem bekennenden Nazi benannten Gustav-Frenssen-Weg auf die Beine zu stellen, dessen Umbenennung die Initiative unterstützt und, wie andere Bürger Fordert. „Der Vorschlag ihn in Wilhelm-Busch-Weg umzubenennen, wie schon angeregt, finden wir gut.“ In Anlehnung an die Tat, wegen der Neonazi Bernd T. 1993 zu dreieinhalb Jahren Gefängnis (Körperverletzung mit Todesfolge) verurteilt worden war, könne man sich auch vorstellen, ihn „Weg-des-unbekannten-Obdachlosen“ zu nennen.

Hilfstelefon für Bedrohte gefordert

„Wir haben viele Ideen. Wir wollen den Südstadtpark nicht den Rechten überlassen und dort mit positiven Aktionen Präsenz zeigen“, so die Sprecherin weiter. Aber die Segeberg-bleibt-bunt-Initiative hat auch Forderungen an die Stadt. So solle sie denjenigen, die sich von Rechten bedroht fühlen, vor allem Migranten und deren Kinder, Hilfe anbieten. „Wir können uns zum Beispiel ein rund um die Uhr besetztes Nottelefon vorstellen, das mehrsprachig ist.“

Von Heike Hiltrop

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