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Segeberg Itzstedt macht künftig „Jagd“ auf illegale Hunde
Lokales Segeberg Itzstedt macht künftig „Jagd“ auf illegale Hunde
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20:37 18.12.2014
Itzstedt

Hunde, Abwasser, Haushalt: Drei wichtige Themen haben die Itzstedter Gemeindevertreter auf ihrer letzten Sitzung des Jahres abgehakt: Unter anderem soll „ein leidliches Thema“, so Bürgermeister Peter Reese, angegangen werden: Weil man davon ausgeht, dass im Ort mehr Hunde leben als gemeldet sind, soll 2015 eine Überprüfung stattfinden.

Eine Firma soll beauftragt werden, um die tatsächliche Anzahl der im Ort gehaltenen Hunde zu ermitteln. Reese: „Da preschen wir jetzt vor.“ Eine entsprechende Untersuchung in drei Gemeinden im Amt Kaltenkirchen-Land habe ergeben, dass dort ungefähr 25 Prozent mehr Hunde gehalten werden, als registriert waren. Somit haben die Halter bewusst Hundesteuern hinterzogen — zum Nachteil der Kommunen.

Peter Reese sagt. „Uns geht es nicht ums Geld, sondern um Gerechtigkeit.“ Wenn die aber dennoch mehr Einnahmen abwirft, umso besser. Die in Itzstedt registrierten 218 Hunde werfen jährlich rund 10

000 Euro Hundesteuer ab. Sollten hier ähnlich wie in Kaltenkirchen-Land Vierbeiner „illegal“ gehalten werden, würde das die Einnahmen spürbar erhöhen.

Das täte dem Itzstedter Haushalt gut. Der schließt nämlich im Finanzplan mit einem leichten Minus ab. Im wichtigeren Ergebnisplan liegen die Erträge bei 2,7 Millionen Euro und die Aufwändungen bei 2,6 Millionen, so dass sich ein Überschuss von 100000 Euro ergibt. „Ein solider Haushalt“, sagt Reese. Daher sehe die Vertretung keinen Grund, die Grund- und die Gewerbesteuern zu erhöhen.

Im kommenden Jahr haben man „nichts Großartiges“ an Investitionen vorgesehen. „Fette Ausgabenblöcke“ gibt es dennoch. Die Kreisumlage beträgt 789000 Euro, die Amtsumlage 360000 Euro, die Schulverbandsumlage 400000 Euro, an andere Gemeinden, die Itzstedter Schüler beschulen, sind 150000 Euro abzuführen, und der Kindergarten bekommt einen Zuschuss von 100000 Euro. Reese:

„Da bleibt nicht mehr viel nach.“ Immerhin soll die Feuerwehr 33000 Euro erhalten, unter anderem für neue Schutzbekleidung. Und für ein in absehbarer Zeit anzuschaffendes Mehrzweckfahrzeug wird Geld in die Rücklage gelegt.

Wie Reese sagte, wolle man sich demnächst um die Ausweisung neuer Baugebiete kümmern. Als ländlicher Zentralort (gemeinsam mit Nahe) sei man vom Land aufgefordert worden, die Voraussetzung für ein Wachstum der Gemeinde zu legen. Bisher habe man vor allem auf die Innenbereichsentwicklung gesetzt, insbesondere die Lückenbebauung.

Ein wichtiges „Geschäft“ haben die Itzstedter ab Januar 2015 an die Hamburger Stadtentwässerung (HSE) übertragen. Nämlich das Sammeln und Beseitigen der Abwässer. Während die Versorgung der Haushalte mit Trinkwasser weiterhin in kommunaler Hand bleibt, ist die Gemeinde jetzt in Sachen Abwasser ‘raus. Geht dabei etwas schief, werden beispielsweise Rohrbrüche oder Leckagen festgestellt, ist das künftig Angelegenheit der HSE. Sie muss künftig auch das Kanalnetz und die damit verbundenen Anlagen instand halten. Das hat seinen Preis, der sich auf die Gebühren niederschlägt. Die Grundgebühr wird von neun auf elf Euro je Monat erhöht. Die Schmutzwassersammlung wird teurer, sie steigt nämlich von 0,92 auf 1,07 Euro je Kubikmeter. Der Trinkwasserpreis bleibt unverändert bei 1,55 Euro je Kubikmeter.

„Da preschen wir jetzt vor. Uns geht es nicht ums Geld, sondern um Gerechtigkeit.“


Peter Reese, Bürgermeister Itzstedt

Christian Spreer

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