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Segeberg Junge Klimaschützer singen für Fahrgäste
Lokales Segeberg Junge Klimaschützer singen für Fahrgäste
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19:30 07.06.2019
Im Bus nach Wahlstedt schmetterten die Schüler der Klasse 4 b der Franz-Claudius-Schule ihr Klimalied. Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg/Wahlstedt

Auch die Franz-Claudius-Schule eifert der jungen Schwedin Greta Thunberg nach. Doch anstatt freitags in den Schulstreik zu treten, hat sich die Schülervertretung dafür ausgesprochen, die „Fridays for Future“-Bewegung mit Klimaaktionen zu unterstützen. Einen besonderen Weg wählte am Freitag die Klasse 4b: Sie fuhr mit dem Linienbus vom Zob Bad Segeberg nach Wahlstedt und wieder zurück, um die Fahrgäste mit dem Lied „Do it now“ der belgischen Initiative „Sing for the Climate“ für mehr Klimaschutz zu gewinnen.

Musiklehrerin Tanja Schwarz hatte das Klimaschutzlied nach der Melodie des italienischen Partisanenliedes „Bella Ciao“ mit den Schülern eingeübt, das mit einem Remix sogar zum Sommerhit 2018 wurde. Sie brannten geradezu darauf, dieses Lied den Fahrgästen des Linienbusses vorsingen zu können. Alles, was sie dazu brauchten, war ein tragbarer Bluetooth-Lautsprecher und das Handy ihrer Musiklehrerin, auf dem die Instrumentalversion abgespeichert war.

Aktueller Text, vertraute Melodie

Manche Fahrgäste schauten zwar etwas verwundert, als die 22 Schüler zusammen mit Tanja Schwarz und Klassenlehrer Volker Fischer lauthals das englischsprachige Klimaschutzlied schmetterten, das ihnen durch die Melodie von „Bella Ciao“ wunderbar vertraut vorkam. Manche zückten sogar ihr Smartphone und filmten mit.

Das Klimaschutzlied, mit dem sich übrigens alle Viertklässler am 28. Juni von ihrer Schule verabschieden wollen, ist jedoch nicht die einzige Aktion der Grundschüler. „Jede Klasse überlegt sich eine Klimaschützer-Aktion an einem außerschulischen Lernort. Diese Aktionen finden dann verteilt über das Schuljahr an einem Freitagvormittag statt. Die Kinder wollen ein Zeichen setzen und hoffen, so gemeinsam mit vielen anderen den Klimawandel zu stoppen“, erzählt Volker Fischer, der mit seiner Klasse bereits zum Müllsammeln an der Trave unterwegs war.

Klimaschützer durch Fifty-Fifty-Programm

Auch das Fifty-Fifty-Programm des Schulverbandes habe die Schüler veranlasst, Strom und Energie zu sparen und dazu ermuntert, als Klimaschützer aktiv zu werden. Durch ihr Engagement seien im letzten Jahr 2600 Euro eingespart worden. Die Hälfte davon stellt der Schulverband den Schulen zur Verfügung. „Davon wurden zwei mobile Tore angeschafft“, so Fischer, der davon überzeugt ist, dass seine Schüler trotz ihres jungen Alters dazu in der Lage sind, die komplexen, globalen und klimatischen Zusammenhänge zu verstehen.

Das jedoch ist selbst für Erwachsene nicht immer einfach, für Kinder erst recht nicht, wie die Antwort einer Schülerin verrät. Die Zehnjährige fand es toll, dass sich Lehrer Sorgen um Kinder machen, „weil wir in neun Jahren ja nicht mehr leben können“. Andere wiederum machten konkrete Vorschläge. Sine (11): „Ich wünsche mir, dass mehr Bäume gepflanzt werden.“ Frike (10): „Atomkraftwerke sollten abgestellt werden.“ Jordan (10): „Ich wünsche mir, das wir bis 2022 aus der Energiegewinnung durch Kohle aussteigen.“ Yousef (11): „Auch andere müssen merken, dass wir etwas für unser Klima tun müssen.“

Petra Dreu

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