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Segeberg Jungheinrich baut für 18 Millionen Euro
Lokales Segeberg Jungheinrich baut für 18 Millionen Euro
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20:32 06.03.2017
Kaltenkirchen/Norderstedt

Etwas neidisch dürften die Norderstedter Stadtväter jetzt zehn Kilometer weiter nördlich vor ihre Stadttore nach Kaltenkirchen blicken: Dorthin hat der örtliche Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich nämlich vor dreieinhalb Jahren sein Zentrallager für den weltweiten Vertrieb mit 250 Mitarbeitern aus Norderstedt verlagert und dafür 36

Symbolischer erster Spatenstich für das neue Kleinteilelager in Kaltenkirchen (von links): Vizepräsident Stefan Brehm (Jungheinrich), Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause, Volker Hues (Jungheinrich), Daniel Prater (Baufirma Goldbeck) und Landrat Jan Peter Schröder (r.) greifen zum Spaten. Quelle: Foto: Burkhard Fuchs

Millionen Euro in ein 2,2 Hektar großes Hochregallager investiert. Nun baut der Konzern, der immer noch 1500 Mitarbeiter in seinem Norderstedter Werk beschäftigt, bereits ein weiteres Kleinteilelager direkt an das 31 Meter hohe Gebäude in der Maybachstraße nahe der Autobahnanschlussstelle von Kaltenkirchen an.

Damit nicht genug: Schon Ende dieses Jahres folge die nächste Erweiterung für ein Sperrgutlager mit Büroflächen auf der anderen Seite der Gewerbestraße, kündigte Finanzvorstand Volker Hues beim ersten Spatenstich an. „Dann wird Jungheinrich insgesamt 54 Millionen Euro in den Standort Kaltenkirchen investiert haben.“

Das Wachstum des Unternehmens, das im vorigen Jahr mit 109000 produzierten Gabelstaplern und einem Jahresumsatz von drei Milliarden Euro neue Höchstmarken erreichte, mache diese Erhöhung der Lagerkapazität dringend notwendig, erläuterte der kaufmännische Leiter Mathias Lentfer. Schon am alten Standort in Norderstedt habe der Platz nicht ausgereicht. „Nun verdoppeln wir die Paletten-Stellplätze in Kaltenkirchen auf 200000 Einheiten“, sagte Lentfer stolz.

Auch das dürfte dem Unternehmen in seinem Wachstum schon bald nicht mehr genug sein, deutete Lentfer an: „Wir werden mit Sicherheit in den nächsten fünf Jahren nochmals die Lagerfläche erweitern müssen.“ Zum Glück stehe direkt neben dem sechs Hektar großen Grundstück in Kaltenkirchen eine weitere drei Hektar große Fläche unbebaut zur Verfügung. Die gehöre Jungheinrich zwar noch nicht. „Aber wir haben eine Kaufoption darauf und sind uns mit der Stadt Kaltenkirchen einig“, sagte Lentfer.

Das bestätigte Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause beim jetzigen symbolischen Spatenstich für den Anbau, der bereits im Herbst dieses Jahres fertiggestellt sein soll, wie Daniel Prater von der Baufirma Goldbeck sagte. „Kaltenkirchen ist eine prosperierende Stadt und wir freuen uns, dass Sie von Jungheinrich sich hier so wohl fühlen“, sagte Verwaltungschef Krause.

Die steigenden Gewerbesteuerzahlungen des erfolgreichen Unternehmens seien es nicht allein, die ihn zum Strahlen brächten, sagte Krause. „Viel wichtiger ist für uns die Schaffung von Arbeitsplätzen für diese Region und dass Sie in die Zukunft investieren.“ Dafür würde sogar bei den Brandschutzauflagen ein kleines Auge zugedrückt, sagte Krause. Weil der Erweiterungsbau etwas dichter an ein kleines Wäldchen heranreiche als es eigentlich vorgeschrieben sei.

Allerdings würden für die jetzt gebauten automatischen Kleinteile- und dem späteren Sperrgutlager, die mit bis zu 25 Ebenen noch mal das riesige Zentrallager um zwei Meter überragen werden, nur etwa 20 bis 30 Mitarbeiter, überwiegend Lagerarbeiter, zusätzlich benötigt, sagte Jungheinrichs Vizepräsident Stefan Brehm.

Auch Segebergs Landrat Jan Peter Schröder war aus Bad Segeberg zum Spatenstich an die Westgrenze des Kreises Segeberg geeilt. „Es gibt schlechtere Termine für einen Landrat“, sagte er. „Wir freuen uns, dass Sie im schönsten Kreis der Welt angekommen sind und bleiben wollen.“

Das Zentrallager von Jungheinrich in Kaltenkirchen stellt weltweit den Kundendienst mit Ersatzteilen sicher, wobei diese über Nacht zugestellt werden würden.

Burkhard Fuchs

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