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Segeberg Das sind Segebergs Spitzenfrauen
Lokales Segeberg Das sind Segebergs Spitzenfrauen
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08:22 22.04.2019
Das sind sie, die Spitzenfrauen im Norden: (v.l.) Andrea Krey, Sabine Eickhoff, Marlis Stagat und Kirsten Hagemann. Quelle: Privat
Bad Segeberg

Sie sind Traumatherapeutinnen, Mathematikerinnen oder Webdesignerinnen: die „Spitzenfrauen im Norden“. Das Netzwerk entstand aus einer Biertisch-Laune heraus. Offiziell wurde es 2015, als ihre eigene Webseite an den Start ging. Seither finden sich auch immer mehr Segebergerinnen zusammen, die erfolgreich mit dem sind, was sie tun. Und sie tauschen sich mit Gleichgesinnten aus: anderen Frauen. Der erste Stammtisch in Bad Segeberg findet am 25. April statt.

Der Stammtisch

Um 18.30 Uhr beginnt der Stammtisch, der erstmals in Bad Segeberg stattfindet. Das Netzwerktreffen für Unternehmerinnen und Geschäftsfrauen findet am Donnerstag, 25. April, im Tagungsraum der „Wohnanlage am Großen Segeberger See“, Große Seestraße 8, statt. Kosten: 15 Euro. Interessierte Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen, Fach- und Führungsfrauen sind herzlich eingeladen. Es wird um Anmeldung gebeten. Mail: info@spitzenfrauen-im-Norden.de.

Ernährung ist ein Riesenthema

Kirsten Hagemann aus Bad Segeberg ist seit 15 Jahren Ernährungsberaterin. Vor vier Jahren hat sie ihr eigenes Programm entwickelt. Sie hatte einfach zu viele eigene Ideen, wie sie sagt. Und die Nachfrage ist groß: „Jeder weiß, wie man sich gesund ernährt. Aber es scheitert an der Umsetzung“, weiß die 51-Jährige.

Wichtig seien ein Leitfaden, ein wenig Druck und Motivation in der Gruppe. Sie bietet Einzelcoachings an, leitet Gruppen, gibt Workshops und leistet immer öfter präventive Arbeit in Firmen. „Die Nachfrage ist riesig, ich könnte schon eigene Mitarbeiter beschäftigen“, sagt die gelernte Bankkauffrau. Sie handele „ohne viel Schnickschnack“, dafür mit gesundem Menschenverstand.

„Wenn man allein unterwegs ist, braucht man ein Netzwerk“, lautet ihre Begründung dafür, Mitglied bei den Spitzenfrauen zu sein. „Es sind tolle Frauen, die sich unterstützen. Jede gibt ihr Wissen weiter.“ Wie die meisten anderen Frauen hätte sie nicht geglaubt, einmal diesen Weg einzuschlagen. „Die meisten sind in ihre Aufgabe hinein gewachsen.“ Was lange ein Hobby gewesen sei, wurde zur Selbstständigkeit. „Jetzt erntet man den Lohn der Mühe“, sagt Kirsten Hagemann.

Das Netzwerk

Die Netzwerkerinnen verstehen sich als Forum für selbstständige und berufstätige Frauen zur gegenseitigen Information, Kommunikation, Vernetzung und Förderung.

„Das Netzwerk motiviert Frauen, sich selbst zu präsentieren und professionell mit ihren Aufgaben – im Beruf und als Unternehmerin – zu positionieren“, sagt die Sprecherin der Spitzenfrauen, Tanja Königshagen.

Mehr als 150 Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen, Fach- und Führungsfrauen zählen zum Netzwerk. Sie kommen vor allem aus den Kreisen Segeberg und Pinneberg. Sie nutzen die Veranstaltungen, tauschen sich aus, geben und bekommen Input zu beruflichen Themen. Zum engeren Kreis der Spitzenfrauen mit Mitgliedschaft zählen derzeit 19 Businessfrauen aus den Kreisen Segeberg, Stormarn, Pinneberg und der Stadt Hamburg.

Mitte 2018 haben die Spitzenfrauen die kostenpflichtige Mitgliedschaft eingeführt. Sie zahlen zehn Euro pro Monat und können sich Online mit Profil und Fachbeiträgen präsentieren. Die Mitarbeit ist ehrenamtlich.

Weitere Informationenfinden Sie im Internet unter www.spitzenfrauen-im-norden.de.

Spitzenfrau mit zwei Geschäften

Marlis Stagat ist mindestens in und um Bad Segeberg bei vielen Geschäftsleuten bekannt. Als Vorsitzende des Unternehmervereins „Wir für Segeberg“ vertritt sie seit über drei Jahren die Interessen der Händler und Gewerbetreibenden nach außen. Sie selbst ist mit zwei Geschäften selbstständig.

Seit 2001 leitet sie ein Versicherungsbüro mit mehreren Mitarbeitern. Seit 2009 betreibt sie als Coach und Trainerin die „Erfolgswerkstatt Nord“. Dort berät sie nicht den einzelnen Unternehmer, sondern das ganze Unternehmen als System. „Dabei möchte ich mich zunehmend auf Geschäftsfrauen konzentrieren“, sagt die 47-Jährige. Und auch die Partnerinnen erfolgreicher Männer möchte sie ansprechen.

„Die Spitzenfrauen zeigen mir, dass es noch mehr Frauen gibt, die Familie und Karriere unter einen Hut bringen müssen“, sagt die Mutter einer behinderten Tochter. „Es geht. Wenn man ein gutes Netzwerk hat, gut organisiert ist und etwas Unterstützung hat.“

Die eigene Selbstständigkeit ist eine Herzensangelegenheit

Andrea Krey (59) aus Rickling hat sich vor fast einem Jahr als Beraterin selbstständig gemacht. Sie vertreibt ätherische Öle, informiert über deren Wirkung, die in der Pflanzenkunde oft gut erforscht sind. „Die Wirkung von Weihrauch ist tausende Jahre bekannt. Lavendel kann extrem viel“, sagt die 59-Jährige.

Auf Fortbildungen, Messen und Infoabenden teilt sie ihr Wissen. „Ich habe mich schon immer für Gesundheit interessiert“, so die gelernte Sozialpädagogin, Tanz- und Ergotherapeutin. „Ich tue viel dafür, dass ich von meiner Selbstständigkeit leben kann“, sagt Krey.

„In meinen Berufen habe ich selten erlebt, dass es Menschen von außen sind, die einen wirklich gesund machen können.“ Sie möchte dazu anregen, selbst etwas für sich zu tun – etwas fürs Wohlbefinden beispielsweise, oder etwas gegen Stress. „Für mich verbindet das alles, ich trage meine Herzensangelegenheit in die Welt.“ Zu den Spitzenfrauen kam sie etwa zeitgleich mit ihrer Selbstständigkeit. „Ich fand das genial. Auch weil es etwas ist, das in unserem Gebiet beheimatet ist. Ich habe nicht lange gezögert“, sagt sie.

„Es ist erfrischend, nicht so verstaubt“

Selbstständige Unternehmerin ist auch Sabine Eickhoff (58) aus Norderstedt. Im Kreis Segeberg berät sie seit einem Jahr Firmen dabei, als Arbeitgeber attraktiver zu werden und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Mitarbeiter wohlfühlen. Die Chemie-Ingenieurin hat lange in der Produktentwicklung gearbeitet, leitende Funktionen gehabt und Mitarbeiter eingestellt.

Mit dem eigenen Unternehmen startet sie gerade erst durch, sammelt Erfahrungen und schaut nach Bedürfnissen der Kunden. „Langfristig möchte ich ein Online-Angebot schaffen mit Videos und Webinaren. Heutzutage muss man nicht mehr unbedingt vor Ort sein. Man kann sich online treffen.“

Bei den Spitzenfrauen ist sie von Anfang an. „Ich habe mir auch andere Gruppen angesehen, aber die haben mir am besten gefallen“, sagt sie 58-Jährige. „Erfrischend, nicht so verstaubt“, beschreibt sie den harten Kern der Segeberger Spitzenfrauen. „Die Frauen denken realistisch und stellen etwas auf die Beine“, sagt die Unternehmensberaterin.

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