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Segeberg Noch kein Nachfolger: Aus für die „UnschlagBar“ in Bad Segeberg?
Lokales Segeberg Noch kein Nachfolger: Aus für die „UnschlagBar“ in Bad Segeberg?
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19:01 02.12.2019
Michael Gerken hat noch keinen Nachfolger für seine Sport-Kneipe „UnschlagBar“. Quelle: Wolfgang Glombik
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Bad Segeberg

Für den fußballbegeisterten Michael Gerken, den viele Segeberger nur als „Schmolli“ kennen, beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Er spielte selbst unter anderem bei Eintracht Segeberg, war auch Trainer beim SV Schackendorf. Fast jeder kennt den sympathischen Gastronomen, der in seiner Sky-Sportsbar alle Spiele seines Lieblingsclubs HSV, die Bundesliga und den DFB-Pokal zeigte. Er wird nun wieder selbst auf dem Fußballplatz mitmischen und ist als Trainer beim SV Westerrade eingestiegen. Er trainiert dort die erste Herrenmannschaft.

Anlaufpunkt für Fußballbegeisterte

Seine „UnschlagBar“ war immer der Anlaufpunkt für Fußballbegeisterte, die das Spiel gemeinsam erleben möchten. Auch wenn wider Erwarten noch kein Nachfolger – ein Interessent hatte kurzfristig abgesagt – für Bad Segebergs Fußball- und Tenniskneipe gefunden worden ist. Es bleibt dabei:„Schmolli“ hört zum Jahresende als Wirt auf, teilte er am Montag den LN auf Anfrage mit. Er möchte Danke sagen an alle, die ihn unterstützt haben, bei den Stammgästen, den Zulieferern, den Helfern. Acht Jahre hatte er das Lokal auf dem Clubgelände geführt, niemand hatte ihm im Vorwege eine so lange Zeit erfolgreiches Wirken in versteckter Lage auf dem Tennisgelände zugetraut. „Es ist eine schöne Zeit gewesen“, sagt der 46-Jährige. Er werde künftig auch als angestellter Bauleiter arbeiten. Jetzt sei es Zeit, einen anderen Pächter zu finden, der neue Ideen einbringe.

Kneipe mit Wohnung zu vergeben

Vielleicht sollte die Kneipe jemand übernehmen,der auch die Zwei-Zimmer-Wohnung im rückwärtigen Bereich der Kneipe beziehen möchte. Es müsse schon jemand sein, der mit Enthusiasmus dabei sei, nicht so sehr auf das Gehalt schaue. Gerken: „Vielleicht wäre das ein Modell für einen Rentner, der sich etwas dazuverdienen möchte.“

Schmolli hatte immer Ideen für seine Kneipe: Er bot sogar Public-Viewing zur Fußball-WM auf Strandsand. Quelle: Glombik

Eine Chance für die Zukunft des Standortes sei die nahe Gosch-Jansen-Halle, die gegenwärtig vom MTV Segeberg umgebaut wird, ist Gerken überzeugt. Dort werde gerade das Dach neu gedeckt. Wenn ein neuer Pächter die Sportler des MTV für sich gewinnen könnte, wäre das wohl lohnend, zumal der MTV selbst ja kein bewirtschaftetes Sportlerheim habe. Gerken empfiehlt, den Bezahlsender Sky als Besuchermagnet zu behalten. Es sei wichtig, sonnabends die Gastwirtschaft für die Übertragung der HSV-Spiele offen zu halten, „auch wenn der Club zur Zeit ja nicht gerade berauschend spielt“.

Klinikpatienten suchen Fußball-TV

Trotzdem ziehen Fußball-Übertragungen schon mächtig Kundschaft. Inzwischen hat Gerken auch vermehrt Patienten aus den Segeberger Kliniken in sein Lokal locken können. „Die trinken zwar kein Bier, dafür aber Selters.“ Die Fußballübertragungen seien für diese Gäste eine Attraktion im tristen Klinikalltag. Für auswärtige Gäste sei allerdings der Name „UnschlagBar“ etwas sperrig, habe Gerken dabei erfahren.

Zurück auf dem Fußballplatz: Michael Gerken ist jetzt Trainer beim SV Westerrade. Quelle: LN-ARCHIV

„Schmolli“ hatte immer Ideen, Fans und Gäste zu gewinnen. Nicht nur die Tennisfreunde kehrten hier ein. Gerken ist überparteilich: Die CDU veranstaltete hier zeitweise ihre Ortsverbands-Sitzungen. Die SPD verlegte ihre Wahlpartys gerne zu Michael Gerken. „Schmolli“ bot in der „UnschlagBar“ Public-Viewing zur Fußball-WM. Im Weltmeister-Jahr 2014 und auch 2018 hatte der findige Gastwirt in seiner „UnschlagBar“ mit Erfolg Leinwände und Fernseher aufgebaut. Viele Segeberger würden es sicherlich bedauern, wenn es hier künftig keine Kneipe, keinen Anlaufpunkt für Sportler mehr geben würde.

Von Wolfgang Glombik

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