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Segeberg „Kieler Modell“ entsteht in Christiansfelde
Lokales Segeberg „Kieler Modell“ entsteht in Christiansfelde
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21:10 15.04.2016
Bad Segeberg

Klare Sache im Bauausschuss. Trotz Bedenken einiger Stadtpolitiker gab es eine große Mehrheit für den Bau eines Mehrfamilienhauses „Kieler Modell“ mit Balkonen südlich der Bewegungshalle auf stadteigenem Gelände. Der Kreis hat für das Bauvorhaben nahe der großen Einfamilienhaussiedlung Christiansfelde per Bauvorbescheid schon grünes Licht signalisiert. Die Zustimmung der Stadtvertretung gilt als sicher. Eine Bebauungsplanänderung ist nicht erforderlich, das Vorhaben kann also entsprechend zügig verwirklicht werden. Die Zufahrt zu dem Gebäude soll über die Geschwister-Scholl-Straße erfolgen.

Wie berichtet, hatte die Stadt das gleiche Gebäude nach dem „Kieler Modell“ erst auf dem hinteren Gelände der Oldesloer Straße 79 geplant. Dort sollten schnell Asylbewerber untergebracht werden. Doch nach Berichten über neue Bodenuntersuchungen hat der Kreis Segeberg das gesamte, meist als Parkplatz genutzte Gelände als Verdachtsfläche für Altlasten eingestuft, deshalb mache es keinen Sinn, dort das möglicherweise langwierige Untersuchungsverfahren abzuwarten, erklärte Bauamtsleiterin Antje Langethal. Mit dem städtische Gelände südlich der Bewegungshalle habe man gleich ein anderes geeignetes Gelände gefunden. Die Planungskosten seien damit auch nicht verschenkt.

Es solle keine Sammelunterkunft für Flüchtlinge werden, „wir wollen mit dem Gebäude auch etwas für die örtliche Bevölkerung tun“. Verschiedene Grundrisse an Wohnungen sind geplant.

Bauausschussvorsitzender Wolfgang Tödt betonte, dass dort auch ältere Bürger barrierefrei wohnen sollen. Es sollten deshalb nicht nur Balkone angebaut, sondern auch ein Fahrstuhl integriert werden.

Kritische Äußerungen gab es von Volker Stender (CDU). Er verwies auf alte Aussagen der Stadt, wonach sie selbst keine Wohnungen mehr bauen, vermieten oder untervermieten wolle. „Wir haben jetzt schon 75 Wohnungen im Stadtgebiet angemietet und auch den ,Bienenhof‘ als Flüchtlingsunterkunft eingerichtet“, da mache es keine Probleme, hier noch ein Gebäude zu bauen, entgegnete Langethal. „Die Zeiten haben sich dramatisch geändert, wir brauchen jetzt Geschosswohnungsbau.“ Keiner wisse, wie sich die Flüchtlingslage entwickele. „Wir brauchen Wohnraum, bald wird es auch Familiennachzug für die Flüchtlinge geben.“

Klaus Bülck (BBS) kritisierte, dass die jetzigen Anlieger damit gerechnet hätten, dass auf der freien Wiesenfläche irgendwann Einfamilienhäuser gebaut werden, und dort sollen jetzt 15 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau entstehen. Auch sei die Verkehrsanbindung an die jetzt schon überlastete Geschwister-Scholl-Straße schwierig. Langethal ließ das nicht gelten: „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum, dafür ist die Fläche dort bestens geeignet.“ Mit großer Mehrheit wurde der Beschlussvorschlag empfohlen.

Von wgl

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