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Segeberg Kindheitserinnerungen an Gönnebek
Lokales Segeberg Kindheitserinnerungen an Gönnebek
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13:55 28.12.2018
Ihre Kindheitserinnerungen an Gönnebek hat Elke Stolten in einem Buch wieder lebendig werden lassen. Quelle: Petra Dreu
Gönnebek/Bad Oldesloe

Seit 23 Jahren ist Elke Stolten (76) zusammen mit ihrem Ehemann Hans Jochim (79) in Seefeld, einem Ortsteil von Bad Oldesloe, zu Hause. Bevor Seefeld eingemeindet wurde, war es ein kleines Dörfchen für sich mit gewachsenen Strukturen, die in früheren Zeiten auch den Reiz von Gönnebek ausgemacht haben. In Gönnebek im Norden des Kreises Segeberg ist Elke Stolten 1942 als Elke Carstens geboren und aufgewachsen. Dort kannte sie einst jeden Stein und jeder Einwohner, und dorthin schweiften besonders im vergangenen Jahr immer wieder ihre Gedanken hin, denn die Eindrücke ihrer Kindheit in den 40-er und 50-er Jahre hat sie für ihre Kinder Achim (53),Gesa (52), Maike (50) und Annkatrin (41) sowie Enkelkinder aufgeschrieben, damit sie nicht verloren gehen.

„Ich hatte eine schöne Kindheit“, erzählt Elke Stolten, die von ihren eigenen Kindern dazu ermuntert wurde, ihre Erinnerungen an Gönnebek, an das Dorfleben, an die vielen Feste auf dem Dorfplatz, an die Familie, die Freunde, die Schulzeit und sogar an die ersten Tanzstunden aufzuschreiben. „Ich habe noch Erinnerungen an die Zeit, als ich zwei Jahre alt war. Wahrscheinlich, weil meine Mutter so oft davon erzählt hat“, sinniert Elke Stolten, die mit zwei Schwestern und einem Bruder auf dem elterlichen Hof in Gönnebek aufgewachsen ist.

Die aufregendste Zeit für Gönnebeks Kinder sei die Advents- und Weihnachtszeit gewesen. „Vom ersten Dezember an durften wir abends bei unserer Oma einen Schuh vors Fenster stellen, damit Knecht Ruprecht nachts etwas hineinlegen konnte. Deshalb war unser erster Weg am frühen Morgen der zu Omas Fenster. Und was haben wir uns gefreut, wenn wir ein paar Nüsse, einen Zuckerkringel oder Plätzchen vorfanden“, denkt Elke Stolten zurück. Auch die Verwandlung der guten Stube zum Weihnachtszimmer hat sie noch vor Augen, in dem die Kerzen leuchteten, die Kugeln und die bunten Vögel mit den Seidenschwänzen schimmerten und das Lametta glitzerte.

Elke Stolten wundert sich selbst darüber, wie begehrt ihre Kindheitserinnerungen sind, die sie eigentlich nur für ihre eigene Familie geschrieben hat. 26 Exemplare hatte sie von dem 101 Seiten starken Büchlein drucken lassen. 40 weitere Exemplare folgten in einer zweiten Auflage, weitere 30 Stück in einer dritten Auflage. Selbst diese sind inzwischen so gut wie vergriffen. Im November war Elke Stolten bei einer Feier der „Günnbeker Plattschnacker“ zu Gast, um aus ihrem kleinen Buch zu lesen und die Gönnebeker an ihren Kindheitserinnerungen teilhaben zu lassen. Die Plattschnacker schienen geradezu darauf gewartet zu haben, gemeinsam mit Elke Stolten in das Gönnebek ihrer Kindheitstage zurückkehren zu können. „Das war unglaublich. Auf einmal war eine Stimmung, die ich so noch nicht erlebt habe. Bei jedem kehrten die eigenen Kindheitserinnerungen zurück“, erzählte Plattschnacker Werner Stöwer, der Elke Stolten auf Anregung der Lübecker Nachrichten eingeladen hatte.

Ein paar ihrer Bücher hatte sie zu der Veranstaltung mitgenommen. Sie wurden ihr an dem Abend förmlich aus der Hand gerissen. Am nächsten Tag orderte eine Dame weitere 14 Exemplare. Nur noch sieben Exemplare hat Elke Stolten übrig, die aber inzwischen an einer vierten Auflage arbeitet. „Auch bei mir kamen nach und nach immer mehr Erinnerungen zurück. Die möchte ich in das Buch einarbeiten“, erzählt Elke Stolten.

Wer sich für das 101 Seiten starke Buch interessiert, kann sich mit Elke Stolten unter der Telefonnummer 04531/2952 in Verbindung setzen. In Buchhandlungen ist das Buch mit dem Titel „Kindheit in Gönnebek“ nicht zu haben.

Petra Dreu

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