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Segeberg Verwaltungsneubau steht auf der Kippe
Lokales Segeberg Verwaltungsneubau steht auf der Kippe
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17:10 18.12.2018
Am Birkenring hat der Kirchenkreis in diesem Jahr ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Quelle: Foto: WILKENING*
Bad Segeberg

Schon Ende 2019 wollte die Verwaltung des Kirchenkreises Plön-Segeberg in ein neues Domizil umziehen. Doch der geplante Neubau im Bad Segeberger Gewerbegebiet Burgfelde steht wieder auf der Kippe. Grund: zu hohe Kosten.

„Es war von Anfang an das Ziel, wirtschaftlich zu bauen. Doch inzwischen hat sich herausgestellt, dass die veranschlagten Kosten den von der Synode bewilligten Rahmen deutlich übersteigen werden“, erklärte Kirchenkreis-Sprecher Sebastian von Gehren auf LN-Anfrage. Und man rede hier „nicht nur über eine Million, sondern deutlich mehr“.

Bei der ersten Vorstellung des Projekts im Oktober 2017 hatte Segebergs Propst Daniel Havemann einen Betrag „zwischen 4,5 und 6,2 Millionen Euro“ für den Verwaltungsbau genannt. Bei den derzeit steigenden Baukosten werde das Projekt in diesem Preisrahmen aber nicht mehr zu realisieren sein, sagte von Gehren. Schon gar nicht mit der Vorgabe, auch noch das Archiv des Kirchenkreises in dem Neubau unterzubringen.

Neubau bleibt erstes Ziel

Zwar hat die Kirche das 6000 Quadratmeter große Grundstück am Birkenring längst von der Stadt gekauft. Doch wie und ob es dort weitergeht, steht in den Sternen. „Ein Neubau bleibt aber nach wie vor unser erstes Ziel“, stellt von Gehren klar. Gemeinsam mit dem Büro, das den Architektenwettbewerb für sich entscheiden konnte, werde jetzt geprüft, ob sich die Kosten durch einen etwas reduzierten Bau möglicherweise drücken ließen. „Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel der Verzicht auf das Archiv“, so der Kirchenkreis-Sprecher.

Dennoch sei der Kirchenkreis dabei, auch andere Optionen zu prüfen. So seien entweder des Kauf eines bereits vorhandenen Gebäudes oder auch eine Lösung zur Miete denkbar. Einige Angebote lägen dem Kirchenkreis bereits zur Prüfung vor. Die Verwaltung solle aber in jedem Fall in Bad Segeberg bleiben.

Gelände könnte wieder verkauft werden

Was mit dem Grundstück im Gewerbegebiet passiert, sollte der Kirchenkreis sich am Ende gegen den Neubau entschieden, ist offen. Es sei aber nicht auszuschließen, dass das Gelände wieder veräußert werde, so von Gehren. Konkrete Beschlüsse für oder gegen einen Neubau werden auf der nächsten Sitzung der Kirchenkreis-Synode am 16. Februar in Bad Segeberg erwartet.

Die 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung dürften es danken, denn die Platzverhältnisse in der Oldesloer Straße 24 gelten als sehr beengt. Auf den zwei Etagen gibt es nur einen Besprechungsraum und eine etwa drei Quadratmeter große Teeküche. Das Archiv wurde bereits ausgelagert. Zwar hätte es an dem bestehenden Standort eine Möglichkeit zur Erweiterung gegeben, wie Propst Havemann 2017 erklärte. Der Kirchenkreis hätte dafür aber eine Mietbindung von 15 Jahren eingehen müssen. Ob auch diese Option nun wieder auf dem Tisch liegt, die Verwaltung am Ende sogar in der Oldesloer Straße bleibt, ist noch unklar.

Oliver Vogt

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