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Segeberg Klein Rönnau: Neuer Ärger fürs Baugebiet Chausseebaum?
Lokales Segeberg Klein Rönnau: Neuer Ärger fürs Baugebiet Chausseebaum?
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19:00 26.09.2019
Nach der Sitzung warfen Gemeindevertreter und Besucher einen Blick auf die Planung des bevorstehenden Baugebietes. Quelle: Petra Dreu
Klein Rönnau

Mit der Ausweisung eines Baugebietes in zweiter Reihe zum Chausseebaum hatte es die Gemeinde Klein Rönnau bisher nicht leicht. Zwei Bürgerbegehren und einen Bürgerentscheid hatten die Eigentümer der Wohnanlage initiiert, zwischen deren Häusern die einzige Zuwegung zum Baugebiet mit rund 50 Grundstücken gebaut werden soll. Der Bürgerentscheid gegen das vorhaben ging dann mit 478 Nein- zu 293 Ja-Stimmen für sie verloren. Seit Mai dieses Jahres ist der Bebauungsplan rechtskräftig. Aber nun bereitet ein Rechtsanwalt offenbar eine Normenkontrollklage vor. Die Gemeinde allerdings bleibt gelassen.

Verfahren richtet sich gegen Bauleitplanung

„Ich habe einen Anruf von einem Rechtsanwalt bekommen, der damit beauftragt wurde, eine solche Klage vorzubereiten“, berichtete Bürgermeister Dietrich Herms am Mittwoch während der Sitzung der Gemeindevertretung. Eine Normenkontrollklage richtet sich nicht gegen das geplante Baugebiet, sondern gegen das Verfahren der Bauleitplanung. „Eine Normenkontrollklage kann ein Jahr, nachdem der Bebauungsplan rechtskräftig geworden ist, eingereicht werden. Es kann weitergebaut werden, es sei denn, das zuständige Gericht verhängt einen Baustopp. Das aber kann ich mir nicht vorstellen. Wir sind ganz entspannt“, sagte Herms.

Über die angekündigte Normenkontrollklage hat die Eigentümergemeinschaft den Mantel des Schweigens gehüllt. Die bisherige Sprecherin und Initiatorin der Bürgerbegehren und des Bürgerentscheids wollte sich dazu nicht äußern.

Genehmigung für Baustellenstraße liegt vor

Für die Bewohner der Anlage gibt es indes eine gute Nachricht: Die Untere Naturschutzbehörde hat ihre Zustimmung zu einer Baustellenstraße gegeben, die, von Klein Rönnau kommend, noch vor der Wohnanlage eingerichtet werden kann. Als dauerhafte zweite Zufahrtsstraße zum Baugebiet ist diese, kurz vor der Einmündung des Chausseebaums in die Bundesstraße 432, bislang aber kategorisch abgelehnt worden. „Ich bin selbst überrascht. Innerhalb von zehn Tagen war die Genehmigung da“, sagte Gemeindevertreter und Grundstückseigentümer Falko Mumme erfreut.

Die Anfragen von Bauwilligen stapeln sich

Nachdem zuletzt eine zweite Zufahrt zum Baugebiet an anderer Stelle aufgrund einer Fledermaus-Flugroute gescheitert war, hatte es so ausgesehen, als könnte noch nicht einmal eine Baustellenzufahrt zur Entlastung der Anwohner gebaut werden. Als Grund nannte Mumme, dass er mit dem Eigentümer der zunächst ins Auge gefassten Trasse südlich des Neubaugebiets nicht einig geworden sei. Nach LN-Informationen soll für das zeitlich befristete Provisorium ein sechsstelliger Eurobetrag gefordert worden sein.

Bei Falko Mumme stapeln sich indes die Anfragen von Bauwilligen, die lieber heute als morgen mit dem Bau ihres Hauses anfangen würden. Wann Baubeginn für die rund 50 Häuser sein wird, vermochte Mumme nicht zu sagen. Die Ausschreibungen würden bereits laufen. Angesichts der immer noch guten Auftragslage im Baugewerbe hänge alles von der Verfügbarkeit der Firmen ab.

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Von Petra Dreu

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