Kommentar: Bundeswehr sollte auch Altenheimen in Segeberg helfen
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Segeberg Kommentar: Bundeswehr sollte auch Altenheimen helfen
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Kommentar: Bundeswehr sollte auch Altenheimen in Segeberg helfen

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16:37 16.11.2020
LN-Redakteur Sven Wehde.
LN-Redakteur Sven Wehde. Quelle: Lutz Roeßler
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Bad Segeberg

Die Zahlen sind eindeutig: In den Segeberger Altenheimen fordert das Coronavirus dramatisch mehr Opfer als überall sonst im Kreis. Und fast jeden Tag kommen neue hinzu. Die Antigen-Schnelltests bieten keine hundertprozentige Sicherheit und sollten niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Aber als zusätzliches Mittel zu den Hygienekonzepten können sie viele Menschenleben retten, indem sie verhindern, dass Mitarbeiter oder Besucher das Virus in ein Alten- oder Pflegeheim einschleppen.

Dass die Testungen in einigen Heimen aus Personalmangel noch nicht gemacht werden können, ist unverantwortlich – und kann für Bewohner tödlich enden. Wenn die Träger der Heime nicht schnell genug neues Fachpersonal bekommen, muss eben auch für Altenheime die Möglichkeit geschaffen werden, zum Beispiel vorübergehend Unterstützung durch den Sanitätsdienst der Bundeswehr anzufordern. Das darf die Träger der Altenheime jedoch nicht aus der Pflicht nehmen, schnellstmöglich Personal einzustellen.

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Besucher und Mitarbeiter testen

Das Argument, dass die Testungen die Bewohner nur verunsicherten, wenn zum Beispiel falsch positive Ergebnisse vorlägen, ist Unsinn. Es geht ja im ersten Schritt nicht darum, die Bewohner zu testen, sondern Menschen, die von außen in das Heim kommen. Und wenn Besucher oder Mitarbeiter vor Betreten des Heims positiv getestet werden, besteht ja die Möglichkeit, sie erst mal in häusliche Quarantäne zu schicken und einen PCR-Test zur Absicherung hinterher zu machen. Bewohner wären nur betroffen, wenn sie zum Beispiel außerhalb auf Familienbesuch waren.

Von Sven Wehde