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Segeberg Geköpfter Granit nur für Reiche
Lokales Segeberg Geköpfter Granit nur für Reiche
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06:01 21.08.2019
LN-Redakteur Wolfgang Glombik Quelle: LN
Bad Segeberg

Im Ernst, seien wir doch froh, dass sich Bad Segeberg nur die Billig-Variante für einen neuen Marktplatz leisten kann. Teures Granitpflaster, auch noch geköpft, kann sich die Stadt nun wirklich trotz üppiger Landesförderung nicht leisten. Das hätte nur böses Blut gegeben. Das teuerste Pflaster für eine der ärmsten Kommunen! Das passt nicht, das hätte die Neider auf den Plan gerufen.

Und wenn noch mehr Fördergelder zur Verfügung stehen würden, hätten die Planer sicher nicht davor zurückgeschreckt, einen neuen Brunnen mit ganz tollen Wasserspielen zu entwerfen. Trotz der Drohungen der Bürger im Vorfeld. Mann, sind wir erleichtert! Denn wir Segeberger fühlen uns doch mit den ollen Schnabel-Tassen aus den achtziger Jahren so richtig heimisch. Es soll auch schon lange keiner mehr Waschpulver hineingeschüttet haben.

Apropos „geköpfter Granit“. Die meisten Diskussionen lösen bei den Bürgern die angekündigten Fällungen der Kirschbäume auf dem Marktplatz aus. Stattdessen sollen Säulenhainbuchen auch mittig auf dem Marktplatz gepflanzt werden. Die sind äußerst verträglich, pflegeleicht, blühen unsichtbar und werfen keine Kirschen ab. Bleibt jetzt nur die Frage, wo die Stadt demnächst ihren Weihnachtsbaum hinstellen wird. Der Platz nahe am Brunnen wird dann ja besetzt sein.

Von Wolfgang Glombik

Die Entwürfe für den Marktplatz liegen vor. Doch das Vorhaben wird jetzt so teuer, dass an dem Pflaster gespart werden muss. Der Brunnen bleibt, die Zierkirschen am Platzrand werden gefällt.

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