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Segeberg Stadt erwägt rechtliche Schritte gegen Schulleiterin
Lokales Segeberg Stadt erwägt rechtliche Schritte gegen Schulleiterin
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19:32 18.09.2018
Die Stadt erwägt rechtliche Schritte gegen die Schulleiterin der Dahlmannschule. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Die Diskussion um die Schulleiterin der Dahlmannschule, Nele Degenhardt, spitzt sich weiter zu. Die Krisengespräche hören nicht auf. Die Bildung eines „Runden Tisches“ hinsichtlich der Vandalismusschäden an der Dahlmannschule hält Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) für „nicht mehr zweckmäßig“. „Da sehe ich keinen Spielraum mehr.“ Zumal es längst nicht mehr um die Bewertung von Schäden auf dem Schulgelände oder um die „Zaunfrage“ gehe, sondern um den Umgang der Schulleiterin Nele Degenhardt mit den städtischen Mitarbeitern an der Schule. Ein derartiger Streit zwischen Schulleitung und Schulträger dürfte in Bad Segeberg bisher einmalig sein.

Nach den Beratungen im Schul- und Sozialausschuss waren harte Vorwürfe seitens der Schulleiterin Nele Degenhardt an die Mitarbeiter der Stadt gerichtet worden. Den Hausmeistern der Schule seien von der Schulleiterin Spitzeldienste vorgeworfen worden, weil sie pflichtgemäß Vandalismus-Schäden mit Fotos an die Stadt weitergemeldet hatten. In einem von ihr autorisierten Satz wird sie dazu in der Presse mit den Worten zitiert: „Ich bin Geschichtslehrerin. Das sind keine schönen Methoden.“

Inzwischen hat der Personalrat der Stadt am Dienstag den Bürgermeister aufgefordert, sich schützend vor die Mitarbeiter zu stellen und die Vorwürfe in aller Form zurückzuweisen. „Dieses schließt auch rechtliche Schritte mit ein“, betonte Bürgermeister Dieter Schönfeld gegenüber den Lübecker Nachrichten. Es soll nach LN-Informationen unter anderem um beleidigende Äußerungen der Oberstudiendirektorin gegenüber einem Hausmeister an der Schule gehen. Nele Degenhardt war am Dienstag auf Anfrage für die LN nicht zu sprechen.

Das Personalthema sollte am Dienstagabend auch im nichtöffentlichen Teil der Stadtvertretung erörtert werden. Inzwischen soll auch dem Kieler Kultusministerium als Schulaufsicht und Dienstherrin der Schulleitung ein ausführlicher Bericht über die Vorkommnisse und das Verhalten von Nele Degenhardt an der Dahlmannschule vorliegen.

Das Ganze wurde am 4. September zu einem Politikum, als im städtischen Sozialausschuss bekannt wurde, dass die Schulleiterin mehreren Fraktionen unabhängig voneinander mitgeteilt hatte, dass es an ihrer Schule keinen Vandalismus gebe. In der Sitzung widersprach das Bauamt mit zahlreichen Fotos und Vermerken über die Zerstörungen der vergangenen Wochen heftig (die LN berichteten). Später zog Degenhardt sogar die Echtheit der Fotos von den Hausmeistern in Zweifel. Diese Fehlinformationen der Politiker hätten, so Schönfeld, „erst zu der Eskalation“ durch die Schulleiterin geführt. Er hatte schon vorab davon gesprochen, dass es bei ihr „offensichtlich erhebliche Wahrnehmungsbeeinträchtigungen“ hinsichtlich der Fakten gebe.

Für große Irritationen im Rathaus hat auch gesorgt, dass Nele Degenhardt erst gegenüber dem Bürgermeister geäußert hatte, dass sie beabsichtige, ins Ausland zu gehen. Sie habe einige sehr gute berufliche Angebote vorliegen, hieß es von ihr öffentlich. Doch nur Stunden später, so berichtet Schönfeld, habe sie diese Ankündigung wieder einkassiert und per Anschlag an einem schulinternen „Schwarzen Brett“ mitgeteilt, dass sie schon ein entsprechendes Angebot aus Frankreich im vergangenen Schuljahr abgelehnt habe. Sie habe nicht vor, in der nächsten oder übernächsten Zeit in Ausland zu gehen oder anderweitig eine Schule zu leiten. Bürgermeister Schönfeld, der versucht hatte, eine Lösung für die Schulleiterin und die Stadt zu finden, fühlt sich düpiert. Schönfeld: „Frau Degenhardt hat das Gegenteil von dem in der Schule ausgehängt, was sie mir hier morgens im Rathaus gesagt hat.“

Wolfgang Glombik

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