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Segeberg Kräftemessen im „Kettcardrom“ Geschendorf
Lokales Segeberg Kräftemessen im „Kettcardrom“ Geschendorf
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21:29 06.08.2019
Von oben bis unten mit Schlamm bespritzt, aber glücklich: Das Team der Freiwilligen Feuerwehr Dummersdorf gewann 2007 die Premiere Quelle: .
Geschendorf

Zehn Jahre lang haben die Initiatoren der 24-Stunden-Rennen von Geschendorf mit ihrer Aktion viele Menschen amüsiert – oder aber ihren Ehrgeiz angestachelt. Und im besten Fall beides: Sie haben Junge und Alte dazu gebracht, bei schweißtreibendem Sonnenschein, bei Regen, bei Wind, am Tage und in der Nacht über einigermaßen feste Wege und durch knöcheltiefen Matsch zu fahren. Inzwischen haben die „Verrückten“ von einst Verstärkung durch die nächste Generation bekommen, die am kommenden Wochenende, 9. und 10. August, den Startschuss für das sechste Rennen gibt.

Drei Neulinge und drei „alte Hasen“

Am Freitag und Sonnabend werden in Geschendorf wieder die Ketten geölt und windschnittige Kettcars auf die Rennpiste geschickt. Unter den Rennteams mit rund 210 Fahrern sind alte Bekannte und absolute Neulinge, die zum ersten Mal im „Kettcardrom“ auf dem Bolzplatz ihr Glück versuchen. Als „Frischlinge“ dabei sind die „Magenta Monkeys Westerrade“, die Pfadfinder vom „Stamm Siedlung Lüneburg“ aus Schulensee und das Team „Nextwerk“ aus Geschendorf. Sie treten gegen die alten Hasen der „Geschendorfer Piraten“, die „Dorfraketen Weede“ und das Team „No Phuture“ aus Großenbrode an.

Ein Rückblick in Bildern

Los geht es am Freitag, 9. August, um 16 Uhr mit der Aufwärmphase. Um 17 Uhr wird Bürgermeister Dirk Wacker die Startflagge schwenken und das Rennen freigeben, das den Teams mit bis zu 20 Fahrern erfahrungsgemäß die letzten Kraftreserven abverlangen wird. Das Rennen endet am Sonnabend, 10. August, um 17 Uhr. Nach der großen Siegerehrung beginnt die Aftershowparty mit Diskjockey Svenson.

Verpflegung natürlich rund um die Uhr

Die Geschendorfer hoffen auf viele Besucher, die die Fahrer anfeuern und sie die schmerzenden Waden vergessen lassen. Damit sie auch auf ihre Kosten kommen, haben die Rennleiter eine Hüpfburg und Kinderschminken für die Kleinen organisiert. Außerdem können sie beschreibbare Heliumballons mit ihren Grüßen versehen und ihr Glück bei einer Tombola versuchen, die mit 1000 Preisen mehr als gut bestückt ist.

Damit niemand vom Fleisch fällt, sorgen die Geschendorfer für Handfestes vom Grill. Für den süßen Zahn gibt es erstmals Crêpes statt Waffeln, Kaffee, Kuchen und kalte Getränke – und das alles zu familienfreundlichen Preisen. „Durch die vielen ehrenamtliche Helfer und Freunde können wir eine fast durchgängige Verpflegung über die kompletten 24 Stunden anbieten“, freut sich Jonas Wolf, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Die Rennen und ihre Sieger

2007 fand das erste 24-Stunden-Rennen in Geschendorf statt, das wohl allen Beteiligten unvergessen bleiben wird: Viele Zuschauer, Journalisten und Fernsehteams ließen sich das Ereignis nicht entgehen, das in einer Schlammschlacht endete. Doch Kettcar-Fahrer sind offenbar hart im Nehmen. Von Kälte, Nässe und schmerzenden Waden ließen sie sich nicht abhalten. Damals noch an der Sporthalle Ost holte sich die Freiwillige Feuerwehr Dummersdorf mit 1403 Runden den Titel. Die weiteren Gewinner: Rennstall Schieren mit 2038 Runden (2008), Westerraser Tigers aus Westerrade, 2081 Runden (2009), Reggae Racer Großenbrode, 2213 Runden (2010). Beim ersten Rennen auf dem Bolzplatz siegten die Rennsemmel aus Bad Segeberg trotz Totalschadens ihres eigenen Kettcars mit einem geliehenen Exemplar in 2080 Runden (2013). Zwei Jahre später siegten abermals die Rennsemmel mit 2347 Runden (2015).

2011 und 2017 wurden keine 24-Stunden-Rennen, sondern 66-Meilen-Rennen (106,22 Kilometer) ausgetragen. Beide Male siegte das Team „No Phuture“ aus Großenbrode.

Der Nachwuchs hat viele neue Ideen

Zusammen mit Falk Köpke, Nils Schröder, Lukas Fedder, Tim Wacker, Jonathan Tiegs, Nicky Jornitz und „Azubi“ Lars Weihmann gehört Jonas Wolf zur jungen Verstärkung der Rennleitung. Mit einem neuen Logo, neuen Bannern, Plakaten und einem neuen Facebook-Auftritt konnten sie bereits viele Ideen einbringen. Dazu gehört auch ein umgebautes Kettcar, mit dem die Besucher am eigenen Leib erfahren können, welche Höchstleistungen die Fahrer in 24 Stunden erbringen.

Von dem Einsatz der Jungen sind die „altgedienten“ Rennleiter Michael Köpke, Andreas Weihmann, Kai Bembenek, Michael Hiebert, Siggi Mersenbrink und Ulf Jornitz begeistert. Sie können also ganz beruhigt irgendwann in die zweite Reihe zurücktreten. Der Überschuss des diesjährigen Rennens soll abermals dem Dorf und anderen guten Zwecken gespendet werden. Bislang konnten auf diese Weise unter anderem das „Kettcardrom“ und der Unterstand am Bolzplatz finanziert werden.

Der Eintritt für das 24-Stunden-Rennen ist wie immer frei.

Von Petra Dreu

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