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Segeberg Kreis-CDU zu Gast in der SPD-Hochburg Trappenkamp
Lokales Segeberg Kreis-CDU zu Gast in der SPD-Hochburg Trappenkamp
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18:03 02.11.2019
Auf Dieter Liesenfeld (Mitte), der einen CDU-Ortsverband in der SPD-Hochburg Trappenkamp aufbauen will, ruht die Hoffnung von Ministerpräsident Daniel Günther (li.) und dem Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann. Quelle: Petra Dreu
Trappenkamp

Sechs potenzielle Mitglieder hat der neue CDU-Ortsverband bereits, den Dieter Liesenfeld am 20. November in der SPD-Hochburg Trappenkamp gründen möchte. Das kommt dem CDU-Kreisverband Segeberg, der zur Unterstützung Liesenfelds seinen Kreisparteitag in der Gemeinde abhielt, sehr gelegen, denn der hofft mit einer neuen Werbeaktion den schrumpfenden Mitgliederstamm wieder wachsen zu lassen.

Neue Werbekampagne soll Mitgliederstamm vergrößern

Anfang 2018 waren es noch 2100 CDU-Mitglieder im Kreis Segeberg, zum Jahresende nur noch 2070. Damit hörte der Abwärtstrend aber noch nicht auf, denn inzwischen ist der Mitgliederstand auf 1950 gesunken. Das möchte Kreis-Geschäftsführer Jörg Feldmann ändern. Mit einer pfiffigen Postwurfsendung unter dem Titel „Ist Ihnen ihre Freiheit zehn Euro wert?“, hofft er bislang noch nicht angesprochenes Wählerpotenzial für die CDU gewinnen zu können.

Der Kreisparteitag in Bildern

Für seine Bemühungen, einen neuen CDU-Ortsverein aufbauen zu wollen, gab es von allen Seiten Lob für Dieter Liesenfeld, der den überzeugten Sozialdemokraten, Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille, um Unterstützung gebeten hatte. „Das ist doch selbstverständlich“, sagte dieser am Rednerpult hinter den Initialen der Christdemokraten. Aus seiner Sympathie für CDU-Ministerpräsident Daniel Günther machte er keinen Hehl. „Der Ministerpräsident hat Klartext gesprochen. Das sehe ich auch so.“ Das hätte er ihm gerne selber gesagt, aber der laut Krille „nette Kerl“ war zu dem Zeitpunkt schon wieder weg.

„Mit Angela Merkel haben wir vier Wahlen gewonnen.“

Wie schon auf dem Kreisparteitag der CDU-Stormarn warnte Daniel Günther vor öffentlichen Personaldebatten, Flügelkämpfen und einer „Miesepeterigkeit“ in Berlin. „Mit Angela Merkel haben wir vier Wahlen gewonnen. Andere Menschen auf der ganzen Welt beneiden uns um diese Frau.“ Auch die SPD verleugne ihre Erfolge. „Die Agenda 2010 ist eine der größten Erfolgsgeschichten. Sie ist der Grund, warum wir heute erfolgreich sind. Aber die SPD distanziert sich von dem, was sie erreicht hat.“

Alle hätten ein Interesse daran, dass es zwei große Pole in der Politik und dass eine Zusammenarbeit zwischen den Parteien gebe. Eine Zusammenarbeit mit der AfD jedoch schloss Günther aus: „Eine AfD mit Björn Höcke kann kein Ansprechpartner sein.“ Das Wahlergebnis in Thüringen habe aber auch mit der Stimmungslage im Land zu tun, so Günther, der von Deutschland ein stärkeres Signal für Euro forderte.

Landwirt klagt an: „Die CDU steht nicht mehr zu uns.“

Anders als bei der CDU-Stormarn, bei der die Landwirtschaft das zentrale Thema des Kreisparteitages war, verschafften sich zwei Landwirte selbst Gehör. Sönke Siebke, Landwirt und Kreistagsabgeordneter aus Schmalensee: „Nicht die Gülleverordnung und der Insektenschutz, sondern dass die Landwirtschaftsministerin nicht mit uns redet, treibt uns um. Wir tragen den Schaden vor uns her und wissen nicht mehr, wie es weitergeht. Langsam wird es gefährlich. Die CDU steht nicht mehr zu uns.“ Das sei natürlich nicht so, beeilte sich der Kreisvorsitzende Gero Storjohann zu versichern. Die CDU habe immer an der Seite der Bauern gestanden und werde dies auch weiterhin tun. Ähnlich hatte sich Daniel Günther zu Beginn der Sitzung auf Nachfrage geäußert. „Wir müssen ein Zeichen setzen, dass wir zu den Bauern stehen. Sie brauchen Verlässlichkeit und Planungsperspektiven.“

Eine besondere Überraschung hatte der Kreisvorstand für Hans-Walter Hahn parat, der über viele Jahre sämtliche Wahlkampf-Plakatträger im „Logistikzentrum Borstel“ gehütet hat. Zum Abschied gab es ein extra für ihn angefertigtes Plakat mit den Unterschriften vieler Christdemokraten aus dem Kreisverband.

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