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Segeberg Kreis Segeberg: Wo Baugrund am teuersten ist
Lokales Segeberg Kreis Segeberg: Wo Baugrund am teuersten ist
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15:51 26.08.2019
Das Baugebiet „Sandkoppel“ in Itzstedt wird derzeit erschlossen. Der Verkauf der 50 Grundstücke an der B432 läuft an. Ab kommendem Frühjahr kann gebaut werden. Quelle: Irene Burow
Segeberg

 Bauen ist im Kreis Segeberg erneut teurer geworden. Die Quadratmeterpreise für Bauland sind teilweise erheblich gestiegen. Das teilt der Kreis Segeberg mit. Die Arbeitsgruppe „Bodenrichtwerte“ des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hat die neuen Bodenrichtwerte ermittelt. Die Gutachter haben die Werte aus Kaufverträgen der Jahre 2017 und 2018 abgeleitet und sie mit den Werten aus 2015/2016 verglichen.

Bauen in der Metropolregion Hamburg

Baugrundstückesind begehrt. Und der Kreis Segeberg profitiert von den Menschen, die von der Großstadt aufs Land ausweichen. Die Lübecker Nachrichten berichten in den kommenden Wochen auf www.ln-online.de/Segeberg in loser Serie vom aktuellen Bau-Boom: Wo Grundstücke zu haben sind, was die einzelnen Regionen attraktiv macht und wie sich das Gesicht in Ämtern und Städten verändert.

Preissteigerung in Henstedt-Ulzburg am größten

Am teuersten wohnt es sich demnach aktuell in den Städten und deren Nachbargemeinden. Hier sind die Bodenwerte stärker gestiegen als im ländlichen Bereich. In den vergangenen Jahren war die Stadt Norderstedt Spitzenreiter bei der prozentualen Steigerung der Preise für Einfamilien- und Doppelhausbebauung. Diesmal ist das weiter nördlich der Fall: in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg.

Dafür gibt es Bodenrichtwerte

Das Gremium – die Arbeitsgruppe „Bodenrichtwerte“ des Gutachterausschusses für Grundstückswerte – arbeitet unabhängig und bezieht seine Daten aus tatsächlich getätigten Verkäufen. Das bedeutet, dass der Ausschuss nicht für die Regulierung der Preise zuständig ist, sondern vielmehr Richtwerte ermittelt, um eine Datengrundlage zu haben. Für die Markttransparenz sind diese Werte sehr wichtig – vor allem in Zeiten steigender Grundstückspreise.

Bodenrichtwerte sollen Interessenten helfen, die Bauland suchen und wissen wollen, was Grundstücke wert sind. Die Bodenrichtwerte sind aber auch für Banken und Sachverständige wichtig, die Bewertungen durchführen.

Im Bewertungszeitraum 2017 bis 2018 sind bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses 1030 Kaufverträge für unbebaute Grundstücke eingegangen. Davon waren 982 für eine Auswertung geeignet.

Dort ist der Quadratmeterpreis um bis zu 50 Prozent auf 300 Euro gestiegen. Die geringste prozentuale Steigerung gibt es mit bis zu 13 Prozent zwar in der Stadt Norderstedt, aber der Bodenrichtwert liegt hier mit bis zu 420 Euro am höchsten.

Am günstigsten: Damsdorf, Tarbek und Glasau

Am günstigsten von allen Städten ist der Grund und Boden mit 115 Euro in Wahlstedt und mit 150 bis 220 Euro pro Quadratmeter in Bad Segeberg (vorher zahlte man ab 115 Euro aufwärts). Eine Ausnahme bildet der Bereich am Ihlsee mit rund 310 Euro pro Quadratmeter. Laut Kreisverwaltung sind die Preise im östlichen sowie im nordwestlichen, ländlichen Kreisgebiet stabil geblieben. So ist man in Pronstorf mit 60 bis 80 Euro pro Quadratmeter dabei, in Seedorf ab 50 Euro, in Rohlstorf mit 85 Euro. Am günstigsten wohnt es sich im Kreis mit 40 Euro in Damsdorf, Tarbek und Glasau.

Detaillierte Auskunft

Die Bodenrichtwertübersicht für den Kreis Segeberg kann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in der Außenstelle der Kreisverwaltung Segeberg im Levo-Park, Jaguarring 16, sowie im Internet unter www.segeberg.de eingesehen werden. Telefonische Auskünfte gibt es unter den Nummern 04551/951-526 und -582.

In einigen Orten sind die Preise sogar zurückgegangen: Dazu zählen Neversdorf und Fahrenkrug mit je 90 Euro pro Quadratmeter.

Bodenrichtwerte werden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben alle zwei Jahre für baureifes, erschlossenes, unbebautes Land bekanntgegeben. Sie werden je nach Grundstücksnutzung in unterschiedliche Bereiche unterteilt: individueller Wohnungsbau (Einfamilienhäuser, Doppelhäuser), Reihenhäuser, Geschosswohnungen sowie Gewerbe- und Industriebauten.

Werte mit Nachbarkreisen vergleichbar

Die Bodenrichtwerte von Einfamilienhäusern beziehen sich für das gesamte Kreisgebiet einheitlich auf eine Grundstücksgröße von 600 Quadratmetern. Damit ist eine Vergleichbarkeit möglich. Zudem lassen sich die Bodenrichtwerte mit denen in den Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Pinneberg vergleichen. Dort sind die Bodenrichtwerte ebenfalls von Grundstücken mit 600 Quadratmetern abgeleitet.

In vielen Orten sind seit mehreren Jahren keine oder nur sehr wenige Grundstücke verkauft worden. Der Ausschuss leitet dann Bodenrichtwerte für diese Orte ab: entsprechend der regionalen Verhältnisse und unter Berücksichtigung der allgemeinen Preisentwicklung. Laut Kreisverwaltung sei auffällig, dass in vielen Städten und Gemeinden über viele Jahre hinweg nahezu keine Reihenhäuser und Geschosswohnungen verkauft worden sind. Auch in diesen Fällen haben die Gutachter die Werte entsprechend abgeleitet.

Weiterlesen:

2017: Der Immobilienmarkt läuft heiß

2016: Am teuersten ist es in Norderstedt

Von Irene Burow

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