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Segeberg Kurhausstraße: Gefährliches Pflaster für Radfahrer
Lokales Segeberg Kurhausstraße: Gefährliches Pflaster für Radfahrer
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12:24 25.06.2014
Voller Risiken für Radfahrer: Gisela Radetzki von der Bad Segeberger Ortsgruppe des Fahrradclubs ADFC demonstriert, dass die Radwege in der Kurhausstraße zu eng sind. Quelle: Fotos: Kullack
Bad Segeberg

 Seine Organisation fordert, dass mit großen Informationstafeln darauf aufmerksam gemacht wird, dass Radfahrer in der Kurhausstraße die Fahrbahn benutzen dürfen.

„Diese Regelung gilt schon seit Jahren“, sagt Joachim Geppert, gleichfalls einer der Segeberger ADFC-Sprecher. „Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass man als Radfahrer von Autofahrern angepöbelt wird, wenn man die Fahrbahn benutzt.“ Das gehe bis hin zu Bedrohungen, hat Hinrichsen festgestellt.

Im vergangenen Jahr hat die ADFC-Ortsgruppe in einer groß angelegten Aktion sämtliche Radwege in Bad Segeberg abgefahren und diese Aktion in diesem Frühjahr gemeinsam mit Vertretern der Stadt wiederholt. „Da gibt es einige neuralgische Punkte, zum Beispiel auch in der Hamburger Straße und An der Trave“, erklärt Hinrichsen. Da man sich aber nicht verzetteln wolle, habe man sich für Aktionen zunächst die Kurhausstraße als besonders neuralgischen Punkt ausgesucht.

Bereits vor Jahren, so Hinrichsen, habe die Verwaltung für die Kurhausstraße die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben. Denn es sei sattsam bekannt, dass hier der Radweg nur einen Meter breit sei und in der Regel nicht über einen Seitenstreifen zu den geparkten Autos verfüge. Das führe immer wieder zu gefährlichen Situationen, zum Beispiel, wenn Autofahrer oder deren Beifahrer von geparkten Fahrzeugen die Türen aufreißen, ohne auf vorbeifahrende Radler zu achten.

Zu Problemen komme es auf dem schmalen Radweg aber auch, weil der Weg gegenüber dem Bürgersteig der Fußgänger nicht abgegrenzt sei. Weitere kritische Situationen entstehen, wenn ein Auto aus einer der vielen Grundstücks- und Geschäftsauffahrten auf die Straße einbiegt.

Ein regulärer Radweg, so Hinrichsen, muss 1,50 Meter Breite für eine Richtung aufweisen und sogar 2,50 Meter breit sein, wenn in beiden Richtungen (das ist in der Kurhausstraße nicht der Fall) gefahren werden darf.

Weil der Kurhausstraßen-Radweg den Verwaltungsvorschriften zur Straßenverkehrsordnung nicht genügt, dürfen die Radfahrer eben die Fahrbahn benutzen. Nur wissen das die meisten von ihnen nicht, geschweige denn, dass Autofahrer Radler auf der Fahrbahn akzeptieren würden. Hier fordert der ADFC auffalende DIN A 1-große Hinweisschilder: „Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt“.

Mit einem Informationsstand am Sonnabend, 28. Juni, will der ADFC von 9 bis 13 Uhr am Ende der Fußgängerzone über die Situation in der Kurhausstraße aufklären.

Lothar Hermann Kullack

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